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Auf die Stadtentwicklerin kommt viel Arbeit zu

Auf die Stadtentwicklerin kommt viel Arbeit zu

Die Verbandsgemeinde Traben-Trarbach hat eine Stadtentwicklerin eingestellt. Die 28-jährige Diplom-Ingenieurin für Stadtplanung, Esther Dieler, wird im Frühjahr 2012 die neu geschaffene Stelle im Traben-Trarbacher Rathaus antreten. Die Stelle kostet rund 70 000 Euro im Jahr.

Traben-Trarbach. Fast zwei Stunden dauerte am Mittwochabend die Befragung der drei Kandidaten, die in die Endauswahl gekommen waren. Sie hatten sich, wie 32 weitere Kandidaten, auf die Stelle eines Stadtentwicklers für die Verbandsgemeinde Traben-Trarbach beworben. Am Ende war das Ergebnis eindeutig. Einstimmig entschied sich der Verbandsgemeinderat in nichtöffentlicher Sitzung für Esther Dieler. Die gebürtige Mainzerin ist 28 Jahre alt, ledig und ist zurzeit in der verbandsfreien 11 000-Einwohner-Gemeinde Grafschaft (Kreis Ahrweiler) Raum- und Umweltplanerin. Esther Dieler studierte nach ihrem Abitur Raum- und Umweltplanung an der Technischen Universität Kaiserslautern. Nach ihrem Diplom-Abschluss trat sie ihre Stelle in der Gemeinde Grafschaft an, wo sie sich vor allem mit der Bauleitplanung, Dorferneuerung und Wirtschaftsförderung befasste. Die Gemeinde Grafschaft teilt sich auf elf Ortsbezirke auf, zu denen 16 Ortschaften gehören.
Im Gespräch mit dem TV sagte Esther Dieler, dass sie sich auf die neue Herausforderung sehr freue. Sie habe Traben-Trarbach als sehr schönes Städtchen kennengelernt. Dieler: "Es ist ein großes Potenzial vorhanden, und es gibt sicherlich viel zu tun."
Die neue Stadtentwicklerin hat sich bereits das seit Dezember 2010 vorliegende Integrierte Stadtentwicklungskonzept (INSEK 2025) angeschaut. Das Konzept zeigt Ziele und Maßnahmen auf, wie die Stadt langfristig entwickelt werden kann. Dieler: "Daraus ergibt sich ein sehr interessantes Aufgabengebiet. Ich denke an die Verbesserung des Stadtbildes und die wirtschaftliche Stärkung des Standortes."
Bürgermeister Ulrich K. Weisgerber deutet an, dass die neue Stadtentwicklerin, die im Frühjahr 2012 ihre Stelle antreten wird, zunächst sehr projektorientiert arbeiten werde. Es gebe einige vordringlich zu bearbeitende "Baustellen". Weisgerber nennt unter anderem die Gewerbebrache ehemaliges Edeka-Gelände in Traben und den Blockbereich am Rathaus in Traben.
In Enkirch, das vom Land zur Schwerpunktgemeinde ernannt wurde, steht ferner der Umbau der alten Schule im Ortskern zu einem Gemeindehaus an, in Starkenburg die Gestaltung des Dorfplatzes und in Burg die Ausweisung von Bauland.
Von 1986 bis 1992 war in der VG Traben-Trarbach die Position eines Stadtentwicklers schon einmal besetzt. Zuletzt hatte vor allem die FDP-Fraktion auf Wiederbesetzung dieser Stelle gedrängt. Auch die anderen Fraktionen sprachen sich für die Einstellung eines Stadtentwicklers aus.