Auf einem notenreichen Weg

BERNKASTEL-KUES. (mbl) Junge Musiker in alten Mauern: Nomen est omen - Tschaikowsky's Werk "In einer alten Kirche" war der passende musikalische Auftakt zu der Veranstaltung "Capella 2004".

 Vorgeschmack auf weitere Konzerte: Die "Capella"-Musiker ernteten für ihr Können viel Beifall.Foto: Marita Blahak

Vorgeschmack auf weitere Konzerte: Die "Capella"-Musiker ernteten für ihr Können viel Beifall.Foto: Marita Blahak

Rund 200 Schüler und Lehrkräfte der Musikschule des Landkreises Bernkastel-Wittlich machten sich wieder auf den notenreichen Weg durch Kapellen und kleine Kirchen der Region. "Nach dem erfolgreichen Auftakt von Capella 2003 mit fast 3000 Besuchern bietet dieses größte Projekt im Bereich der Musikschule auch in diesem Jahr erneut Gelegenheit, die ganze Bandbreite der musikalischen Ausbildung in sechs Kapellenwanderungen und 40 Einzelveranstaltungen zu erleben", sagte Musikschulleiter Frank Wilhelmi zum Auftakt in der Pfarrkirche St. Briktius in Kues. Ein solches Mammutprojekt sei nur in einer öffentlich geförderten Musikschule möglich, unterstrich Wilhelmi. "Bei dieser Veranstaltung muss man gegen keinen gewinnen, hier zählt das Miteinander, das gemeinsame Musizieren in ganz wechselnden Instrumenten-Kombinationen", sagt sie. Drei Wochen sind die Musiker im Landkreis unterwegs, um ihre Musik einem breiten Publikum zu präsentieren.Barockes und Zeitgenössisches

Das Eröffnungskonzert gestaltete das Streichorchester der Musikschule unter Leitung von Alice Lenz-Hademer. Ein abwechslungsreiches Programm mit Werken von Komponisten wie Tschaikowsky, Georg Händel, Georg Telemann oder Willem Fesch beeindruckte das Publikum in der Briktiuskirche mit ihrer guten Akustik. Das Musikschulorchester, kleinere Ensembles in verschiedenen Instrumentenbesetzungen sowie Solisten boten ein Programm, zu dessen "barocken" Komponisten sich auch zeitgenössische Musik gesellte, die eigens für die letztjährige "Capella 2003" komponiert wurde. Neben der wunderschönen Ode an "Die kleine Kapelle" von Leslie Searle ertönte mit ihrem wunderbar "sonoren Sound" und tiefem majestätischen Klang "Die alte Glocke" aus der Feder von Peter Mohrs. Und welch musikalische Vielfalt die große Familie der Blockflöten besitzt, dies stellte das Blockflötenorchester "Allegro" unter der Leitung von Marianne Jostock unter Beweis. Mit dem innig vorgetragenen, feierlichen "Gebet" für Streicher endete ein Konzert, dass bei den Musikfreunden noch lange "nachhallte". Viel Beifall war Lohn und Ausdruck der Bewunderung für die große Leistung der jungen Musiker. Da dürfen die Besucher auf die zahlreichen Konzerte und Kapellenwanderungen, die bis zum 11. Juli noch folgen, gespannt sein.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort