Auf Sand gebaut

Zur Debatte um den Bau des Hochmoselübergangs und den Auftritt von Stuart Pigott:

Gratulation, markige Worte, Herr Licht. Solches äußern Menschen, wenn sie merken, dass sie der Scharfsinnigkeit anderer in keiner Weise folgen können, dieser These würden mit Sicherheit auch die Top-Referenten der TV-Vortragsreihe folgen, ein Grund mehr daran teilzunehmen. Um die gravierendsten fünf ablehnenden Gründe der "Menschenschützer und Umweltfreunde" zum Hochmoselübergang (HMÜ), fundiert erklären zu können, möchte ich ein Gleichnis aus der Bibel bemühen: "...der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels... einem törichten Mann, der sein Haus auf Sand baute... ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und... stießen an das Haus, da fiel es ein und sein Fall war groß." (Matthäus 7, 24-27) Schon vor rund 2000 Jahren erkannte man, wie unmöglich der Bau des HMÜ in der geplanten Variante ist, leider bleibt diese Erkenntnis Planern und Politkern verwehrt: 1. Eine Brücke, die zumindest auf der Ürziger Seite, in einem Hang begründet werden soll, der die gleichen Vor aussetzungen erfüllt, wie jener in Amerika, der im letztem Jahr eine gigantische Brücke, durch Unterspülung und Erdrutsch einstürzen ließ. 2. Eine Brücke die zwei tektonische Erdplatten überspannt und somit bei jedem größeren Erdbeben womöglich auf Rachtig kippen könnte. 3. Eine Trasse unmittelbar an einem Rutschhang über Graach "hängend", mit so viel Geröll, ausreichend um das ganze Dorf zu begraben. 4. Eine Trasse, die im Bereich der Graacher Schanzen, also unmittelbar über Bernkastel, durch große Abraumhalden vergangener Bergbautradition verlaufen würde, deren gesundheitliche Risiken nach Öffnung unkalkulierbar sind. 5. Zehn Jahre HMÜ-Bauzeit sind zehn ökonomisch und ökologisch verlorene Jahre für unsere Region und den Tourismus, der gegen null sinken wird! Ein törichter Mann ist, wer mit diesem Wissen dieses Projekt noch verantworten will! Ein kluger Mann schützt die schöne Mittelmosel und lässt sie im Licht des möglichen Weltkulturerbes erstrahlen und nicht im Schatten einer Brücke versauern.Karl-Gustav Kwasny Ürzig StrassenbaU