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Auf Tuchfühlung mit den gefiederten Jägern

Auf Tuchfühlung mit den gefiederten Jägern

Paul Maus, der bereits seit vier Jahren mit Greifvögeln arbeitet, hat sein Hobby Anfang Oktober zum Beruf gemacht: Als Eventfalkner gab er nun dem Publikum im Stadtpark eine kleine Vorstellung.

Wittlich. Für die Besucher der Falkner-Vorstellung bot sich die Gelegenheit, etwas über seine sechs Tiere zu erfahren und sie aus nächster Nähe zu betrachten. Maus erzählte Wissenswertes über die Greifvögel, die einen ausgeprägten Seh- und Hörsinn haben, was ihnen die Jagd auch bei Nacht ermöglicht. Dabei sind ihre Augen dunkel, am Tag hingegen gelb, und beim Jagen in der Dämmerung nehmen sie einen orangefarbenen Ton an.
Von Frettchen assistiert


Die Vögel des Falkners sind sogenannte Bisstöter, die, anders als Grifftöter, ihre Beute mit dem Schnabel töten, wenn sie mit 350 Stundenkilometer auf diese zufliegen. Bei der Jagd werden die Greifvögel von Frettchen assistiert, die Maus ebenfalls mitbrachte. Einige der sechs Vögel sind zahm, weshalb Paul Maus die Schleiereule Ida einem Mädchen auf die Hand setzen kann, und auch sein eineinhalb Jahre alter Uhu namens Jule darf zu einer jungen Frau. Der älteste der Vögel ist ein 13 Jahre alter Rotschwanzbussard aus Nordamerika, der für die Kaninchen- und Hasenjagd geeignet ist. Nach der Vorstellung sagte die 79-jährige Brigitte Anders aus Wittlich, dass sie von den Vögeln fasziniert sei. Sarah, 12, aus Wengerohr hatte einen Vogel auf dem Arm und nur "ein bisschen Angst". Ob sie nun selbst einen Vogel als Haustier möchte? Nein, denn das ist ihr zu viel Arbeit, sagt die Zwölfjährige.
Paul Maus bietet künftig Erlebnistage in seiner Falknerei sowie Besuche in Schulen, Kindergärten und Altersheimen an und will auch bei Festen und Feiern seine Fertigkeiten zeigen. jmk