Auge in Auge mit dem Wurm

BERNKASTEL-KUES. Die Arbeit des Instituts für Pflanzenschutz im Weinbau ist wichtig. Das zeigt die Diskussion zum Thema "Schwarzfäule". Am 17. September präsentiert sich das Institut der Öffentlichkeit.

Es war beim Weinfest 2002: Damals gab Verbraucherministerin Renate Künast in Bernkastel-Kues eine Absichtserklärung für die Biologischen Bundesanstalt (Institut für Pflanzenschutz im Weinbau) in Bernkastel-Kues ab. Die Arbeit in dem Institut, das vorher schon mehrfach für tot erklärt worden war, läuft auch seither weiter. In alle Munde geriet sie in den vergangenen Wochen durch ihre Forschung und ihre Verlautbarungen zur Schwarzfäule. "Über den Erhalt der Bio ist aber noch nicht endgültig entschieden", erklärt Michael Maixner, der kommissarische Leiter des Instituts.Labor und Freigelände besichtigen

Die Bio, so heißt sie in der Region, möchte das ihre dazu tun, um sich positiv im Gespräch zu halten. "Wir wollen der Öffentlichkeit zeigen, was bei uns gemacht wird", sagt Maixner. Und so findet am Freitag, 17. September, von 14 bis 19 Uhr ein Tag der offenen Tür statt - mit Themen wie "Vom Roten Brenner zur Schwarzfäule", "Auge in Auge mit dem Wurm" und "Patient Rebe". Außerdem, und das klingt besonders spannend, wird vorgeführt wie mit einfachen Haushaltsmitteln das Erbgut von Obst isoliert und sichtbar gemacht werden kann. Die Besucher können zudem das Institutsgelände nebst Labors, Gewächshaus und Freigelände besichtigen und eine Maschinenausstellung begutachten. Der Verband der Ziegenzüchter Rheinland-Pfalz informiert darüber, wie Ziege und Schafe als Landschaftspfleger eingesetzt werden können. "Am Mittelrhein wird das schon gemacht", sagt Michael Maixner. Natürlich stehen an diesem Tag auch die Weine des Instituts zur Verkostung bereit.