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Augen auf beim Umgang mit dem Geld

Augen auf beim Umgang mit dem Geld

Im Rahmen des Bildungskonzepts "finanziell fit" hat Nico Balthasar vom Caritasverband mit den Schülern der zehnten Klassen des Nikolaus-von-Kues-Gymnasiums ein Finanztraining absolviert.

Bernkastel-Kues. Die ersten Schulden werden häufig durch den sorglosen Umgang mit dem Handy verursacht. Das haben Schüler des Gymnasiums in Bernkastel-Kues bei einer Schulung zum Thema Finanzen erfahren.
Nico Balthasar, Dozent der Kompetenzagentur vom Caritasverband, erläuterte den Jugendlichen, dass zum Teil mehr als 90 Prozent der Werbung auf den großen deutschen Musiksendern wie MTV oder VIVA Spots für Klingeltöne sind. Durch die ständige Einkaufmöglichkeit ist es für viele Jugendliche zur Gewohnheit geworden, häufig neue Klingeltöne, die meist rund zwei Euro kosten, zu kaufen, selbst wenn das eigene Budget nicht ausreicht. Wird dann das Handy durch Gespräche oder SMS noch besonders intensiv genutzt, kommt es schließlich zu Rechnungen, die die jungen Menschen aus eigener Kraft nicht mehr begleichen können. Wenn auch in weiteren Bereichen des Lebens ähnlich sorglos mit Geld umgegangen wird, könne schnell der Weg in die Schuldenfalle drohen, sagte Balthasar.
Der Kurs mit dem Titel "finaziell fit" ist Teil des Fachunterrichtes am Nikolaus-von-Kues-Gymnasium und wird gemeinsam mit dem Caritasverband Mosel-Eifel-Hunsrück jetzt für alle Schüler der Klassenstufe zehn angeboten. Balthasar hat mit den Schülern dazu an zwei Unterrichtstagen die Module "Wirtschaftliche Planungskompetenz" und "Finanzkompetenz" bearbeitet. Dabei lernten die Schüler nicht nur, welche Kontenformen und Spartypen es gibt, sondern auch, wie eine Lohnabrechnung aufgebaut ist und welche Versicherungen man haben sollte. Auch das Führen eines Haushaltsplans zur Kontrolle der Ausgaben wurde diskutiert.
Werner Ringeisen, der für die berufliche Bildung an der Schule zuständig ist, resümiert: "Dieses Projekt soll den Schülern eine Hilfe auf dem Weg zur Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit sein." red