Aus dem Notenarchiv in die Kirche

Der Gesangverein Kleinich hat bereits im Spätsommer mit den Proben für das Weihnachtsoratorium von Heinrich-Fidelis Müller begonnen. Die Gäste, die zur Aufführung in die evangelische Kirche nach Kleinich kamen, waren beeindruckt - von der Stimmung und der Qualität des Gesangs.

Kleinich. Der Gesangverein aus Kleinich hat nach zwei Jahren erneut das Weihnachtsoratorium von Heinrich-Fidelis Müller aufgeführt. Zu viele Mühen hatte man vor zwei Jahren in das Werk investiert, um es im Notenarchiv des Vereins vergilben zu lassen, sagt Andreas Weber vom Verein.
Also spornte die energische Chorleiterin Olga Leikam bereits im Spätsommer die Sänger an, als der eine oder andere Zeitgenosse noch am Meeresstrand die Sonne genoss, um "Stille Nacht" zu üben. Jetzt machte sich die intensive Probentätigkeit von vor zwei Jahren bezahlt.
Pfarrer Stefan Haastert begrüßte die Zuhörer und freute sich, dass so viele Menschen in die evangelische Kirche nach Kleinich gekommen.
Großes Einzugsgebiet


Mit sicherer Stimme führte Wilfried Altmeyer als Sprecher durch die Weihnachtsgeschichte. Die Stumm-Orgel ließ der Dekanatskantor des Bistum Triers, Michael Meyer, erklingen. Daneben unterstützte Svetlana Peiffer, immer sicher und einfühlsam, am Klavier die Sänger.
Sicher bekommt man nicht oft die Gelegenheit ein Weihnachts-Oratorium im Hunsrück zu hören. So war es nicht verwunderlich, dass das Einzugsgebiet sehr groß war.
Viele Gäste hatten schon die Aufführung vor zwei Jahren gesehen, wie Marlene Fink und Gerlinde Becker aus Hirschfeld. Beide waren begeistert und bestätigten, dass diese Aufführung noch besser war als die vor zwei Jahren. Auch Renate und Stefan Schmidt aus Sohren waren angetan von der besinnlichen weihnachtlichen Stimmung, die das Werk vermittelte. Abschalten und sich in eine bewegende Weihnachtsstimmung tragen lassen, das konnten die Zuhörer. Obwohl die Chöre nicht gerade von einer Verjüngungskur heimgesucht wurden, war auch der Chorgesang hörbar sicherer und präziser als noch vor zwei Jahren.
Auch die Solisten, allesamt aus den eigenen Reihen, zeigten sich gut vorbereitet. Respekt wurde Ralf Wiesel gezollt, der erst zwei Tage vor der Aufführung ein Bass-Solo übernehmen musste.
Wie sehr die abwechslungsreiche Aufführung die Zuhörer ansprach, konnte man am jüngsten Zuhörer erkennen. Der dreijährige Paul Hacker verfolgt gespannt die gesamte gut einstündige Vorstellung, ohne dass es ihm langweilig wurde. Sicher haben dazu auch die Darsteller von Maria und Josef, Stephan und Sigrid Görner mit ihren Kostümen beigetragen. red