Aus Lust und Liebe

"Tradition verpflichtet - Neues weckt Interesse": Unter diesem Motto stand die Jahresabschlussprobe des Arbeitskreises der Winzermeister an der Mittelmosel. Erstmals in der mehr als 50-jährigen Geschichte des Arbeitskreises traf man sich in einem Mitgliedsbetrieb. Bei Hermann-Josef und Gerdi Junglen in Kröv fühlten sich die Winzermeister und die weiteren Gäste wohl.

Kröv. (red) Das Thema "Junge Winzer und ihre Entscheidung, Winzer zu werden" beleuchteten die Jungwinzer Katja Fehres, Jobst Karp (beide aus Brauneberg) und Markus Junglen, der Sohn der Gastgeberfamilie bei der Jahresabschlussprobe des Arbeitskreises der Winzermeister an der Mittelmosel in Kröv.

Sie schilderten ihren bisherigen Lebensweg, die Beweggründe ihrer Berufswahl und stellten jeweils mit zwei selbst ausgebauten Weinen ihr Können unter Beweis.

"Global Player" Jobst Karp hat über die Archäologie zum Weine gefunden, mit Studium in Geisenheim und Praktika in Weingütern der ganzen Welt. Markus Junglen ist bodenständig. Seine Ausbildung erfolgte in verschiedenen Weingütern mit anschließendem Studium an der Technikerschule in Bad Kreuznach.

Als Betriebshelfer beim Bauern- und Winzerverband und als Betriebsleiter in einem Weingut in Traben-Trarbach sammelte er weitere Erfahrungen.

Zum Abschluss eine Trockenbeerenauslese



Aus Lust und Liebe zum Wein kam Katja Fehres zu ihrem Traumberuf. Neben ihren Erfahrungen als Gebietsweinkönigin genoss auch sie eine fundierte Ausbildung mit Studium in Geisenheim und einem Auslandspraktikum in Neuseeland. Katja Fehres mischt auch kräftig beim Vermarktungszusammenschluss "Jugendstil" mit. Zusammen mit Jobst Karp, Matthias Meierer und Manuel Brixius versuchen die jungen Winzer, mit ihrer Philosophie junge Leute für den Wein zu begeistern.

Die jungen Leute hätten es mit Freude am Beruf, einer hervorragenden Ausbildung und der Unterstützung aus dem elterlichen Betrieb geschafft, optimistisch in die Zukunft zu blicken, sagte Arbeitskreis-Vorsitzender Martin Schömann.

Wolfram Börker, Oenologe beim DLR Mosel, übernahm die Kommentierung der weiteren Proben aus der Schatzkammer der Mitglieder.

Verkostet wurden Weine der unterschiedlichsten Qualitätsstufen und Geschmacksrichtungen.

Angefangen mit einem trockenen 2000er Qualitätswein, Spät- und Auslesen der Jahrgänge 1983 bis 2005, fand die Probe ihren krönenden Abschluss mit einem Eiswein aus dem Lösnicher Burgberg und einer Trockenbeerenauslese aus dem "Zeltinger Himmelreich".