Ausbau vor der letzten Hürde

BINSFELD/SPANGDAHLEM. (mai/har) Über die Änderungen der luftfahrtrechtlichen Genehmigung für den Nato-Flugplatz Spangdahlem wird am Freitag, 7. März, bei einer Einwohnerversammlung in der Saalholzhalle in Binsfeld informiert.

Erst haben die Bürger das Wort, dann stimmen die Gemeinderäte ab. Am heutigen Freitag ist um 18 Uhr eine Einwohnerversammlung in der Saalholzhalle in Binsfeld zum Thema luftfahrtrechtliche Genehmigung für den Flugplatz Spangdahlem. Um 19 Uhr soll dann in der Saalholzhalle zum gleichen Thema eine Sitzung des Gemeinderats stattfinden. Auf der Tagesordnung steht die Entscheidung über den Widerspruch, den die Gemeinde gegen den Flugplatzausbau eingelegt hat, sowie der Beschluss zur Ausschreibung für den Ersatzwegebau im Zusammenhang mit dem Ausbau. Nach TV -Informationen wird auch der Binsfelder Gemeinderat wahrscheinlich seinen Widerspruch gegen die Genehmigungen zurückziehen. Er wird voraussichtlich dem Beispiel des VG-Rats Wittlich folgen. Das Wittlicher Gremium wird den Widerspruch unter Bedingungen zurückziehen. So soll es nur noch einen Teststand für Triebwerksprobeläufe geben. Bisher waren zwei Rampen geplant. Die Neigung der Rampe soll nach Angaben der amerikanischen Streitkräfte von 1,5 Prozent auf 0,45 Prozent verringert werden, so dass die Flieger weniger Schub brauchen und weniger Emissionen produzieren. Außerdem soll der Stellwinkel der Flugzeuge verändert werden. Statt im 90 Grad-Winkel sollen die Flugzeuge nun im 45-Grad-Winkel zur Startbahn aufgestellt werden. Bei den bisherigen Planungen war vorgesehen, dass der Abgasstrahl der Jets direkt auf Binsfeld gerichtet ist. Weitere Neuerung ist eine 75,25 Meter breite und 6,35 Meter hohe Abschirmwand mit Mulden. Das Gebilde aus Stahlbeton und Stahl soll die Abgase in 30 Meter Höhe verwirbeln und Binsfeld vor giftigen Emissionen schützen. Die Bürgerinitiative Erweiterungsgegner Airbase Spangdahlem (Biegas) kritisiert in einer Pressemitteilung unterdessen das geplante Vorgehen des Rats. So lasse sich der Gemeinderat nur von amerikanischer Seite informieren. Die Biegas fordert in diesem Zusammenhang eine unabhängige Untersuchung des Flugplatz-Ausbaus. Außerdem fragt sie, warum nicht - wie versprochen - zuerst eine Bürgerversammlung einberufen wurde. Es sei in aussicht gestellt worden, dass erst dann der Gemeinderat entscheidet und abschließend der VG-Rat. Außerdem seien die Planänderungen bisher nicht öffentlich ausgelegt worden. Schließlich handele es um gravierende Änderungen des ursprünglichen Plans.