Ausgleich für Zinsen durch Provisionen

Von der Bankenkrise unbeeinflusst hat die Raiffeisenbank Bernkastel-Wittlich ihr Bilanz-Ergebnis 2007 um drei Prozent gegenüber 2006 auf 410 Millionen Euro erhöht. Diese Summe soll 2008 übertroffen werden.

Wittlich. (har) Die drei Vorstände der Raiffeisenbank Bernkastel-Wittlich blicken zufrieden auf das Geschäftsjahr 2007 zurück. "2007 war ein herausragendes Jahr", sagt Raiffeisenbank-Vorstand Rudolf Schmitt. In allen wichtigen Bereichen hatten er und Vorstandssprecher Manfred Günter sowie Rudolf Schmitt bei der Bilanzpressekonferenz der Bank von positiven Zahlen zu berichten. Mitglieder erhalten insgesamt 261 000 Euro Dividende

Mit verantwortlich für das nach Ansicht der Vorstände gute Ergebnis ist das Kreditgeschäft. "Alles in allem beliefen sich die Kundenkredite auf 272 Millionen Euro", sagte Günter. Das sei eine Steigerung von 6,5 Prozent gegenüber 2006. Zurückzuführen sei dieser Anstieg laut Günter auf den konjunkturellen Aufschwung. Und das, obwohl nach Auskunft der Vorstände die Zahl der Baugenehmigungen im Landkreis um 40 Prozent zurückgegangen ist. Deutlich distanzierte sich Vorstandssprecher Günter von Kreditgeschäften, deren Auswirkungen für Milliardenverluste bei Groß- und Landesbanken sorgten. "Es gehört nicht zur Geschäftsphilosophie der Raiffeisenbank, Kredite an Dritte zu veräußern", heißt es in den Erläuterungen zur Jahresbilanz. Die zunehmende Konkurrenz durch Direktbanken und ausländische Mitbewerber drückt nach Worten der Vorstände auf die Zinsspanne. Diesem Einnahmerückgang begegnen will die Bank, deren Geschäftsbereich vor allem im Eifelteil des Landkreises Bernkastel-Wittlich sowie an der Mosel liegt, durch mehr Einnahmen bei den Provisionen, die durch Vermittlung von Geldanlagen und Versicherungen an die Genossenschaftsbank fließen. Unterm Strich hat die Raiffeisenbank Bernkastel-Wittlich vergangenes Jahr einen Überschuss von rund 2,7 Millionen erwirtschaftet. Rund 2,44 Millionen Euro gehen in die Rücklagen der Bank. 261 000 Euro erhalten die 12 764 Mitglieder als Dividende. Das entspricht rund 5,5 Prozent. Bei einer durchschnittlichen Höhe des Geschäftsguthabens von 364 Euro pro Mitglied entspricht dies rund 20 Euro.

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