Ausrangiert und aufgehübscht

Wer kennt nicht den legendären Slogan "Ich war eine Dose". Er war Bestandteil einer Kampagne der deutschen Weißblechindustrie in den 1980er Jahren und wurde zu einem Inbegriff des Recyclings.

Er kam im Zusammenhang mit der Umweltbewegung auf und steht für das Aufbereiten und Wiederverwenden von Abfallstoffen. Später kam das Upcycling hinzu. Es ist dem Recycling sehr ähnlich, doch in diesem Fall soll das neue Objekt deutlich hochwertiger sein als das, woraus es entstand.
Könnten die Gegenstände auf den Fotos dieser Seite sprechen, würden Sie sagen: "Ich war ein Auto." Oder: " Ich war ein Fass." Oder auch: "Ich war eine Jeans." Re- wie Upcycling mögen Begriffe neueren Datums sein, die Vorgänge, die dahinterstecken, sind alt wie die Welt. Unsere Vorfahren betrieben Recycling am laufenden Band. Beispielsweise wurden Steine aus baufälligen Häusern zum Bau neuer Gebäude benutzt. Damals wie heute gilt: Man braucht alte beziehungsweise kaputte Gegenstände, viel Fantasie und etwas Geschick - und dann ist das gute Stück meist schon fertig. Zum Beispiel: Telefonzellen sind mit dem Siegeszug der Mobiltelefons aus dem öffentlichen Straßenraum beinahe komplett verschwunden. Doch längst sind sie in neuer Funktion wieder aufgetaucht so wie dieses britische Modell (rechts) in Morbach, das die Familie Schommer aus Hundheim im Internet erworben und zur Bücherzelle umfunktioniert hat. Auch die darin enthaltenen Bücher werden auf diese Weise recycelt.
Eines ist aber besonders augenfällig: Die Blumenfreunde sind beim Recyceln offenbar besonders engagiert. Diesen Eindruck vermitteln zumindest einige Fotos auf dieser Seite.
Kennen Sie auch originelle Recycling-oder Upcycling-Modelle? Oder haben Sie sogar selbst Hand angelegt? Schicken Sie uns ein Foto, ein paar Zeilen zur Erklärung sowie Ihren Namen und Wohnort an die Adresse mosel@volksfreund.de. Wir veröffentlichen beides gerne in der Zeitung und/oder im Internet.