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Außergewöhnliches an ungewöhnlichem Ort

Außergewöhnliches an ungewöhnlichem Ort

Malerei, Bildhauerei, Schmuckdesign oder die Live-Performance von Musik und Tanz sind nur einige der angebotenen Kunstformen bei der 15. Auflage von "Kunst im Gewächshaus". Veranstaltungsort war ein Gewächshaus, in dem sonst Blumen und Grünpflanzen gedeihen.

Morbach. In diesem Jahr trug "Kunst im Gewächshaus" eine etwas andere Handschrift. Schließlich hat sich um den neuen Vorsitzenden Heiner Berg ein neues Team gebildet. Zum Auftakt der dreitägigen Veranstaltung zogen bewegte Töne 150 Gäste in ihren Bann. Zur Musik mit elektronischem Kontrabass (Jürgen Kochler), Jazzgitarre (Momo Rippinger) und einer mannigfaltigen Perkussion (David Schmitz) bewegten sich drei Tänzer (Susanne Wessel, René Klötzer, Noala de Aquino) des Tanztheaters Trier.

Interessante Töne entlockte Schmitz seinem ungewöhnlichen Instrumentarium, wie der afrikanischen Udu, einem bauchigen Keramikgefäß mit Schalenöffnung, oder seinem Schweizer Hang, dessen Optik einem Wok ähnelt.

Dem Publikum gefiel es. "Die Tanzperformance war klasse", fand Ingrid Rosch aus Leiwen. "Viele Menschen hier suchen die kulturelle Bereicherung", war sich die Trierer Künstlerin Jutta Limburg sicher. "Was hier geboten wird, ist alles andere als Provinz."

Limburg malt in Lasurtechnik mit erdfarbenen italienischen Pigmenten. "Ich bin begeistert", sagte Anni Wagner aus Klüsserath zu Limburg. "Die Farbharmonie spricht mich total an." Fasziniert standen Walburga Schmidt und Ute Weber aus Hermeskeil vor den Bildhauerarbeiten von Frank Leske. "Die Zusammenstellung der Skulpturen ist ganz toll", sind sie sich einig, denn "sie stellen was dar, und jedes Gesicht ist ausdrucksstark".

Spannend an der Veranstaltung "Kunst im Gewächshaus" ist die Vernetzung überregionaler Künstler. Präsentiert wurden Arbeiten von den Schmuckdesignern Claudia Adam und Jörg Stoffel aus Stipshausen, den Malerinnen Helga Schüler aus dem Hunsrück und Jutta Limburg aus Trier. Der Raum war auch gefüllt mit Skulpturen des Bildhauers Frank Leske aus Bad Kreuznach. Gaukler und Geigenspieler Sebastian David aus Berlin sorgte für Kurzweil.

Der Vereinsvorsitzende Heiner Berg will mit seinem Verein Kunst in Morbach etablieren und an junge Menschen herantragen.

Drei Tage lang suchte das Publikum Kontakte zu den Künstlern, sei es im "WorldCafé", einer Diskussionsveranstaltung, oder beim Künstlerfrühstück.