B327/B50: Es kann rundgehen im neuen Kreisel bei Wederath

B327/B50: Es kann rundgehen im neuen Kreisel bei Wederath

Nach einem Jahr Bauzeit hat der Landesbetrieb Mobilität eine Gefahrenstelle an der B327/B50 bei Hinzerath/Wederath entschärft. Aus einer Mehrfachkreuzung mit hohem Unfallpotenzial ist ein Kreisverkehr geworden. Allerdings muss noch für etwa zwei Wochen die Zufahrt nach Wederath wegen Reparaturarbeiten gesperrt werden.

Die Hinzerather Kreuzung gibt es nicht mehr. Aus der gefährlichen Mehrfachkreuzung beim Archäologiepark Belginum ist nun ein Kreisverkehr geworden. Am Mittwoch soll die Baumaßnahme des Landesbetriebs Mobilität (LBM) abgeschlossen sein. Das teilt Thomas Arenz vom LBM in Trier mit.

In diesem Bereich treffen die viel befahrenen Bundesstraßen B50, B327, die L159 und die K106 aufeinander. Die Unfallstatistik der vergangenen Jahre sah für diesen Bereich nicht gut aus: Seit 2012 wurden 20 Unfälle mit 35 Verletzten und fünf Toten verzeichnet.

Da die B50 derzeit ohnehin ausgebaut wird und nach Fertigstellung des Hochmoselübergangs gegen 2018 als europäische Fernverkehrsstraße ausgewiesen werden soll, wird für die Zukunft mit noch mehr Verkehr an dieser Stelle gerechnet. Deshalb wurde der Bereich zum Kreisverkehr umgebaut.

Schon allein die Unfallstatistik rechtfertige den Umbau zum Kreisel, hieß es von Seiten des LBM. Nach Ausbau der B50 würde der Verkehr ohnehin ohne Kreisel kaum mehr funktionieren, weil der Kreuzungsbereich dann vollends überlastet sei: Die Anzahl der Fahrzeuge in diesem Bereich würde dann schlagartig steigen. Die Rede ist von 19?000 pro Tag (bisher waren es 6000), so der LBM.

Der Kreisel ist mit einem Durchmesser von 45 Metern groß genug, damit auch längere Sattelzüge ihn passieren können, versichert Arenz. Im vergangenen Herbst begannen die Bauarbeiten. Dabei wurden nach und nach Straßen umgeleitet und angepasst. Da in dem Gebiet auch Siedlungen aus der Keltenzeit vermutet wurden, gab es auch Grabungsphasen für die Mitarbeiter des benachbarten Archäologieparks (der TV berichtete mehrfach).

Die Kosten für den Umbau der Kreuzung in einen Kreisel betrugen 1,5 Millionen Euro. Der Bund hat die Kosten komplett übernommen. Nun fehlen noch 700 Meter Kreisstraße, die erneuert werden müssen.

"Das Stück der K106 ist in einem sehr schlechten Zustand und wird erneuert," erklärt Arenz. Deshalb müsse der Ast der K 106 ab dem Archäologiepark Belginum in Richtung Ortseingang Wederath voll für den Verkehr gesperrt werden. Diese Maßnahme, die der Kreis mit rund 65?000 Euro selbst bezahlen muss, sei aber bis Anfang Oktober abgeschlossen. Eine örtliche Umleitung ist ausgeschildert.

Der Bau des Kreisels ist aber nur ein erster Schritt für ein weiteres langfristiges Projekt. Denn wenn die B50 komplett vierspurig zwischen Longkamp und Büchenbeuren ausgebaut ist, soll dafür eine weitere Auffahrt an die B327 gebaut werden. Dann soll die Straße von Kommen her in einer sanften Kurve zwischen dem Archäologiepark Belginum und Wederath weitergeführt werden und erst einige hundert Meter hinter dem Kreisel auf die B327 treffen.

Das ist allerdings noch Zukunftsmusik, wie Thomas Arenz vom LBM erläutert: "Dieser Ausbau ist erst in der Planungsphase und liegt noch in weiter Zukunft. So wird es in den nächsten Jahren erst einmal bleiben."

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