Bahn sagt Besichtigung der Gartenmauer zu

Bahn sagt Besichtigung der Gartenmauer zu

KRÖV/KÖVENIG. (mc) Bewegung im Streit um eine beschädigte Gartenmauer in Kövenig (der TV berichtete): Die Bahn will den Schaden begutachten.

Dreimal bat der Rechtsanwalt von Ursula Hüls um Antwort. Dreimal passierte nichts: Die Deutsche Bahn reagierte mit Schweigen auf die Schreiben der Kövenigerin, in denen sie den Einsturz ihrer Gartenmauer beklagte und seitens der Bahn um Reparatur bat. Ausbesserungsarbeiten am direkt angrenzenden Gleis der Moselbahn sollen die Ursache sein. Weil der mächtige Transportriese nicht reagierte, wandte sich Hüls an den Volksfreund. Auf Anfrage hat die Pressestelle der Bahn nun zugesagt, sich um den Fall zu kümmern. Man habe mit dem Anwalt der Beschwerdeführerin Kontakt aufgenommen und werde einen Ortstermin vereinbaren, so Bahn-Pressesprecher Bernd Honerkamp. "An dem nehmen alle Beteiligten und unser Fachbeauftragter teil." Ob und wann dann die Bahn den Schaden ausbessert, wollte Honerkamp nicht zusagen. "Erst muss der Schaden untersucht werden." Die Verzögerung entschuldigt der Pressesprecher. "Leider hat es im Zeitraum der Beschwerde einen Wechsel der Zuständigkeiten gegeben." Auf das erste Schreiben der Anwohnerin (bevor sie ihren Anwalt einschaltete) habe ein Bahn-Mitarbeiter sehr wohl versucht, telefonisch mit Hüls Kontakt aufzunehmen - was jedoch nicht geklappt habe. "Auf die übrigen Schreiben liegt ein Antwortentwurf vor, aber er ist offensichtlich nicht abgeschickt worden." Auf 6000 Euro hat ein Landschaftsgestalter die Reparatur per Handarbeit beziffert - 4000 Euro, wenn Maschinen eingesetzt werden. Dafür ist aber die Zustimmung der Bahn notwendig.

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