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Bahnfans würden touristische Nutzung der gesamten Hunsrückbahn begrüßen.

Tourismus : Längere Ausflugsstrecke gewünscht

Bahnfans würden die touristische Nutzung der gesamten Hunsrückbahn begrüßen.

Morbach Warum pachtet die IG Nationalparkbahn Hunsrück-Hochwald lediglich die Bahntrasse zwischen Hinzerath und Thalfang und nicht bis Hermeskeil? Gleich mehrere Anfragen dieser Art erreichten den Vorstand des Vereins, nachdem der TV über die derzeit laufenden Pachtvertragsverhandlungen und den voraussichtlichen Vertragsabschluss im Spätsommer oder Herbst 2020 berichtet hatte. Dem Verein wäre nichts lieber, als die Gesamtstrecke zu bekommen und auch für touristische Zwecke zu nutzen, sagt Patrick Pandel, zweiter Vorsitzender der IG. „Jedoch macht es keinen Sinn, alle verfügbaren Geldmittel für die Pacht einer 50 Kilometer langen Strecke aufzuwenden, um dann nichts mehr in diese investieren zu können und sie so auf Dauer zu sichern“, sagt er.

Außerdem fehlten bis zur Aufnahme eines Bahnbetriebes die Einnahmen durch den Verkehr. Daher konzentriere sich der Verein vorerst auf die spektakulärsten 22 Kilometer der Strecke zwischen Hinzerath und Thalfang. Dort muss die Bahntrasse geprüft und in Schuss gebracht werden. Geht alles glatt, könnte der Ausflugsverkehr 2023 oder 2024 starten. Der Vertragsabschluss für den Abschnitt zwischen Hinzerath und Thalfang bedeute aber nicht, dass die IG auf den Rest verzichten und diesen aufgeben wolle, stellt Pandel klar. Sollten sich beispielsweise die Voraussetzungen zu Gunsten des Vereins ändern und die Zahl der Unterstützer steigen, sei eine Ausweitung selbstverständlich nicht ausgeschlossen. Die Gesamtstrecke von Hermeskeil bis Büchenbeuren sei 50 Kilometer lang.