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Bald haben die Retter mehr Platz

 Das neue Feuerwehrgerätehaus in Neuerburg nimmt Gestalt an: Erste Fertigbetonteile werden auf der Sohle der Einrichtung festgemacht. TV-Foto: Klaus Kimmling
Das neue Feuerwehrgerätehaus in Neuerburg nimmt Gestalt an: Erste Fertigbetonteile werden auf der Sohle der Einrichtung festgemacht. TV-Foto: Klaus Kimmling
Wittlich-Neuerburg. Zwei Fahrzeugstellplätze, ein Schulungsraum und vor allem mehr Platz rund um das Gebäude: Das wird das neue Feuerwehrhaus in Neuerburg haben, wenn es in voraussichtlich sieben bis acht Monaten fertig sein wird. Die Kosten belaufen sich auf 420 000 Euro. Christina Bents

Wittlich-Neuerburg. Die Bagger haben in Wittlichs Stadtteil Neuerburg schon ganze Arbeit geleistet. Für das neue Feuerwehrgerätehaus ist die Bodenplatte bereits gegossen, und die Fertigbetonwände stehen. Noch sieben bis acht Monate, dann können die 29 erwachsenen und 13 jugendlichen Mitglieder der Feuerwehr Neuerburg/Dorf ihr neues Gebäude beziehen.
Acht bis 15 Einsätze pro Jahr



Bisher war das Neuerburger Feuerwehrhaus im Kiefernweg, aber dort war es sehr eng, so eng, dass Fahrzeuge nicht aneinander vorbeifahren konnten. Zudem gibt es dort nur zwei Parkplätze am Haus, und umziehen konnten sich die Feuerwehrleute erst, wenn die Fahrzeuge hinausgefahren waren. Bei Einsätzen, meist sind es acht bis 15 pro Jahr, bei denen jede Minute zählt, waren das zeitraubende Faktoren. Außerdem gab es weitere Probleme, die den Neubau nötig machen, so Jan Mußweiler, Pressesprecher der Stadt: "Das alte Feuerwehrgerätehaus kann die sicherheitsrelevanten Forderungen der Unfallkasse und der Berufsgenossenschaft nicht mehr erfüllen."
Seit 2010 gibt es Ideen die schwierige Situation im Feuerwehrhaus zu lösen, eine davon war, das bestehende Haus umzubauen. Doch die beengten Straßenverhältnisse wären dann immer noch da. In der Tannenstraße wurde ein neuer Standort gefunden. Gewünscht hätten sich die Feuerwehrleute ein zweigeschossiges Feuerwehrhaus. Doch nachdem der Plan schon im Stadtrat genehmigt war, kritisierte der Landesrechnungshof das Gebäude, und es wurde schließlich eingeschossig, kleiner und kostengünstiger geplant. Dennoch haben zwei Feuerwehrautos Platz, Schulungen können im Mehrzweckraum stattfinden, Umkleiden, Toiletten, Lager und Hausanschlussraum werden untergebracht. Oberbrandmeister Stefan Berg: "Der Jugendraum und ein großer Lagerraum wurden bei der Umplanung geopfert. Die Rahmenbedingungen sind im neuen Feuerwehrhaus besser, aber es ist nicht so, wie wir uns es gewünscht hatten." Kosten wird das Gebäude 420 000 Euro, das Land fördert den Bau mit 102 000 Euro.
Was mit dem alten Feuerwehrgerätehaus passieren wird, ist momentan noch nicht klar. Die Verwaltung prüft derzeit weitere Verwendungsmöglichkeiten.