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Ball des Weines: Musik, Tanz und viel Spaß in Bernkastel-Kues

Ball des Weines: Musik, Tanz und viel Spaß in Bernkastel-Kues

Mehr als 300 Gäste haben beim Ball des Weines in Bernkastel-Kues gefeiert. Das waren deutlich mehr als in den vergangenen Jahren. Grund für den großen Andrang waren unter anderem die Schüler der Weinbauschule, die erstmals in so großer Zahl gekommen waren.

Es ist jedes Jahr das gesellschaftliche Ereignis an der Mosel. Solche Tanzbälle sind heute rar, haben aber nach wie vor ihre Anhänger. Und so haben die Organisatoren von der Vereinigung der ehemaligen Weinbauschüler Mosel (VeW) in diesem Jahr eine Rekordbeteiligung verbucht. Erstmals sind mehr als 300 Menschen gekommen, die sich bei Tanz, Wein und Showeinlagen amüsieren wollen. Unter ihnen sind viele Tanzbegeisterte, die sonst in Schulen oder Vereinen der Region diesem Hobby nachgehen.

Aber es sind auch rund 70 Schüler der Weinbauschule in Bernkastel-Kues beim Ball. "Matthias Porten hat uns eingeladen", sagt Christian Thul aus Longuich. Porten habe vom Ball des Weines berichtet und so habe sich die Klasse fast komplett angemeldet. "Der Wein ist gut", sind sich alle an dem runden Tisch einig. Vom Tanzen halten die jungen Leute noch nicht so viel. "Vielleicht später", meinen einige von ihnen. Für Matthias Porten, Geschäftsführer der VeW, war es ein wichtiges Anliegen, die jungen Menschen an dem Ereignis teilhaben zu lassen. "Ich bin durch die Klassen gegangen und habe dafür geworben", sagt er. Er ist sich sicher: "Das stärkt die Gemeinschaft."

Obwohl der 31. Ball des Weines erstmals von der neuen Vereinigung der ehemaligen Weinbauschüler Mosel, der sich aus den ehemaligen Vereinen aus Bernkastel-Kues, Bullay und Trier zusammengeschlossen hat, veranstaltet wird, ist das bewährte Konzept nicht viel verändert worden, wie Moderator Florian Traut verrät. Es gibt nach wie vor die Elemente, die einen Ball zu einem festlichen Ereignis machen: Live-Musik, Tanz und Show. Viele der überwiegend festlichen gekleideten Gäste nutzen die Gelegenheit zu Rumba, Cha cha cha, langsamen Walzer oder Discofox zu tanzen. Für die Musik sorgt die Band Da Capo.

Aber auch jene, die sich das Geschehen lieber bei einem guten Glas Wein vom Platz aus anschauen, bekommen viel geboten. Landwirt und Kuhfriseur Jürgen Krämer aus Manderscheid tritt als Bauchredner auf. Mit dabei ist seine Handpuppe Horst. Und das ist sehr lustig, mitunter auch ein wenig rustikal. Etwa, wenn er über das Besamen der Kühe spricht. Bei seinem Vortrag, bei dem es viel Gelächter gibt, wird Matthias Porten neben Horst noch zum zweiten Star des Abends. Denn er soll immer, wenn der Name Horst fällt, aufspringen, die Faust in die Höhe stoßen und laut rufen "Jawoll, das ist unser Mann!". Das ist anstrengend, denn der Name Horst fällt häufig, aber Porten meistert die Aufgabe zur Freude des Publikums mit Bravour. Viel Applaus bekommt auch die Piesporter Showtanzgruppe Crazy Freaks mit ihrem Auftritt zum Thema Aladin und die Wunderlampe.