Bauen für die Ewigkeit

THALFANG. (urs) Die jahrelangen Planungen für Verbesserungen am Thalfanger Zentralfriedhof haben sehr viel länger gedauert als ursprünglich angenommen. Doch manchem Thalfanger geht es momentan schlichtweg zu langsam voran.

Wenn tüchtig geschippt wird, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass es mit selbiger Arbeit auch zügig voran geht. Bei der Erneuerung der Wege des Thalfanger Zentralfriedhofs vermisst zumindest einer sichtbare Fortschritte. "Der Wegebau ist immer noch nicht fertig - die Firma kommt einfach nicht voran", lässt Ortsbürgermeister Franz-Josef Gasper seinem Frust freien Lauf. Gerade eben habe er sich vor Ort vom Stand der Dinge überzeugen wollen und wie bereits öfter keinen Mitarbeiter des Idar-Obersteiner Landschaftsbauers dort angetroffen. "Wir sind total unzufrieden mit der Firma", verschafft sich der Gemeindechef mit ungewohnt deutlichen Worten Luft. Schließlich sei die Firma schon seit vorigem Jahr dort am Arbeiten. Wenn das in dem Tempo so weiter gehe, seien die wohl nächstes Jahr noch nicht fertig, kommentiert er sauer. Bei dem kritisierten Unternehmen hört sich das etwas anders an. "Wir sind im Zeitplan - an uns hängt das nicht", versichert Inhaber Thorsten Stützel. Auch der Bauleiter habe ihm bestätigt, dass es doch gut voran gehe. Zu Verzögerungen habe jedoch die geänderte Planung geführt. Ursprünglich sei zuerst der Anbau an die Leichenhalle vorgesehen gewesen, für die seine Firma mit der Bodenplatte beauftragt worden war. Erst danach sollten die Wege an die Reihe kommen. Weil der Winter sich so lange hinzog und nicht betoniert werden konnte, sei diese Planung aber "umgeworfen" worden. "Normalerweise hätte man die Bodenplatte für den Anbau im Januar gemacht", erklärt Stützel. Da die Halle witterungsbedingt warten musste, sei dann mit den Wegen begonnen worden. Diese seien aber bis Ende August fertig, ist er überzeugt. Bis auf den Vorplatz natürlich, mit dem die Arbeiter erst nach Fertigstellung des Leichenhallenanbaus beginnen könnten. Geschottert sei diese Fläche aber bereits. "Wenn wir wieder ran können, ist der Platz in einer Woche fertig."

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