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Bauen mitten im Dorf statt auf der grünen Wiese

Bauen mitten im Dorf statt auf der grünen Wiese

Innen- vor Außenentwicklung lautet das von Gonzerath selbst gesteckte Ziel. Der Morbacher Ortsbezirk will vorerst keine neuen Baugrundstücke erschließen, sondern sich dafür einsetzen, dass vorrangig im Ortskern gebaut wird.

Gonzerath. Die Prioritäten des Dorfes stehen für den Gonzerath er Ortsvorsteher Dietmar Thömmes fest. Wann mit dem Ausbau der Ortsdurchfahrt, der B 269, begonnen werde, liege ja weder im Ermessen des Ortsbezirks noch der Gemeinde Morbach. Doch der Ortsbeirat will zumindest das seit Jahren geplante Gewerbegebiet "Hinter Kreuz" endlich voranbringen. Das Vorhaben soll möglichst im nächsten Haushaltsplan der Gemeinde berücksichtigt werden. Schließlich verspricht sich Gonzerath davon nicht nur eine Entlastung des Verkehrs im Ort, sondern zusätzliches Entwicklungspotenzial. Das Areal soll nämlich eine Zufahrt zur B 50 neu erhalten, die nahe der Blockhauskreuzung über eine im Bau befindliche Brücke führen wird. Ein weiteres Projekt im Zuständigkeitsbereich der Gemeinde ist laut Thömmes die Erneuerung der Straße "In der Door", die in einem sehr schlechten Zustand sei.
Zu den kleineren Vorhaben zählen neue Geräte für den Spielplatz am Klettbach. Außerdem soll der Heimatverein unterstützt werden, der den alten Hochbehälter sanieren will. Das Bauwerk wird nur noch sporadisch genutzt, um beispielsweise den Sportplatz zu bewässern. Größere Vorhaben stehen in diesem Jahr nicht mehr auf dem Plan. Schließlich wurde erst kürzlich der seit Jahren geplante Fußweg zum Friedhof angelegt. Und das Neubaugebiet ist laut Thömmes ebenfalls fertig.
Von den 2003 erschlossenen 54 Parzellen seien Ende des Jahres voraussichtlich noch zehn zu haben. Ein weiterer Bauabschnitt mit 24 möglichen Parzellen soll vorerst nicht erschlossen werden. Der Ortsbeirat will das zugunsten des Ortskerns zurückstellen. Das Dorf solle ja nicht ausbluten, begründet Thömmes.Daher laute das Ziel Innen- vor Außenentwicklung. Derzeit stünden zwar kaum Häuser leer. Doch es gebe immer mal Baulücken, die nach Rücksprache mit den Eigentümern und mit Unterstützung der Gemeinde in einem Kataster aufgezeigt werden sollen. urs