BAUGEBIET Lieschberg

Zum Artikel "Heiße Diskussion über Baugebiet" (TV vom 12. November) schreibt dieser Leser:

Der Stadtrat Bernkastel-Kues hat den Bebauungsplan Lieschberg beschlossen. Mir geht es wie vielen Kueser Bürgern: Ich bin enttäuscht und empört darüber, wie die Damen und Herren der "Einheitsbrei-Partei CDU-SPD-FDP-Grüne-UBU" die Sorgen und Ängste der Bürger ignorieren. Man muss sich das mal vorstellen: Über zwei Stunden wurden alle Einwände und Vorschläge einstimmig abgenickt, abgelehnt. Kein einziges Ratsmitglied hat die Bürgerinteressen vertreten. Dabei hatten alle vor der Wahl großmundig angekündigt, Bürgerinteressen wahrzunehmen. In Wirklichkeit fehlt ihnen aus meiner Sicht doch einiges an basisdemokratischem Denken und Handeln. "Man hätte schließlich lange genug diskutiert, und alle Parteien seien dafür", so die Aussage. Habe ich richtig gehört? Lieber Herr Bürgermeister und Ratsmitglieder, euch hat ausschließlich der Bürgerwille zu interessieren, auch wenn die Planung noch Monate dauert. Sie haben einfach nicht verstanden, den Bürger mitzunehmen. Die überwiegende Mehrheit der Einsprüche betrafen die enge Zufahrt Kardinal-Raustraße und die Ecke An der Lehn zum Neubaugebiet. Zunehmender Verkehr bedeutet mehr Lärm, Abgase und Gefahr für alte Menschen und spielende Kinder. Auf ein Verkehrsgutachten wurde verzichtet. Man verlässt sich lieber auf die Aussage der Polizei und meint, sich aus der Verantwortung stehlen zu können. Spätestens wenn ein Kind angefahren wird, tragen die Politiker die moralische Verantwortung. Explizit an diesem Punkt hätten die Ratsmitglieder sagen müssen: "Stopp, hier müssen wir den Sorgen der Bürger entsprechen, lasst uns über eine sichere Zufahrt nachdenken." Aber was interessiert das Geschwätz vor der Wahl? Hans-Joachim Selzer, Bernkastel-Kues