Bauplanung

Zum geplanten Schießstand in Landscheid schreibt dieser Leser:

Als Bürger der Region, in der ich seit meiner Geburt lebe, finde ich es erschreckend, wie eine kleine Minderheit ein Projekt schönredet, welches die Mehrheit der Bürger aus Landscheid und den umliegenden Gemeinden ablehnt. Ist es Demokratie, wenn die Minderheit die Mehrheitsmeinung ignoriert und eine mehr als 15 Hektar große Schießanlage in ein Gebiet reinbauen will, wo seltene Kröten und andere Lebewesen leben? Die Region Eifel wird von vielen Urlaubern als Wanderregion genutzt und als Ruheoase. Wird diese gewerbliche Schießanlage errichtet, dann ist damit zu rechnen, dass die Hotels und Restaurants Einbußen erleiden - vielleicht bis zur Schließung? Was sicher ist, ist, dass durch den Betrieb dieser Anlage ein Erholungsgebiet verloren geht. Keiner weiß, wie die Pferde, Kröten und Haustiere auf diese Dauerbeschallung reagieren, denn für Hunde und Katzen ist die Silvesternacht der schlimmste Tag, weil die Tiere den Lärm viel lauter empfinden wie der Mensch. Lärm ist für jedes Tier der Horror. Ein weiterer Aspekt ist die entstehende Luftverschmutzung durch diese Anlage. Diese Belastung schadet zusätzlich zu dem Lärm dem Lebensraum der dort seltenen Tiere, und für uns Menschen sind die Emissionen auch nicht gut. Der Investor, Herr Ostendorf, Firmeninhaber, bietet für seine Mitarbeiter laut Homepage Fitnessprogramme an. Warum will er uns Bürgern und Urlaubern der Region mit einer Anlage belasten, die die Gesundheit von uns Bewohnern der Anliegergemeinden belastet und vielleicht auch nicht wenige dazu bewegt, aus der Region wegzuziehen, weil sie die zusätzliche Belastung durch die Anlage nicht mehr ertragen können? Können die Befürworter dieses mit ihrem Gewissen verantworten? Nein, wir wollen diese Natur schützen, weil auch noch die nächste Generation Regionen braucht, um sich in ruhiger Natur zu erholen, zu wandern oder einfach dort zu leben wie die Generationen zuvor. Stefan Born, Großlittgen