Beatville-Festival bleibt in Wittlich

Veranstaltung : Beatville-Festival bleibt in Wittlich

Jetzt ist es offiziell: Das Festival, das bisher unter dem Namen Beachparty Wittlich bekannt war, zieht vom Stadtpark auf das Gelände vom Bungert-Oktoberfest um. Eine Entscheidung, die viele Vorteile hat.

Wer gerne in Wittlich feiert, wird kein Problem haben, den Weg zum Beatville-Festival am 20. und 21. Juli am neuen Veranstaltungsort zu finden. Denn gefeiert wird im Industriegebiet 3 gegenüber des Aldi-Zentrallagers. Eben dort, wo im Herbst viele Tausend Menschen in Dirndl und Lederhose zum Bungert-Oktoberfest strömen.

Bisher hat das Organisationsteam um Tobias Müllers die Beachparty im Stadtpark gefeiert. In diesem Jahr startet das Fest, das viele Besucher aus dem ganzen Umland nach Wittlich zieht, mit dem neuen Namen „Beatville-Festival“ und einem zweiten Veranstaltungstag.

Bei dieser einen Neuerung sollte es 2017 eigentlich bleiben. Doch im November kam die Mitteilung von der Stadtverwaltung, dass das Fest nicht mehr im Stadtpark stattfinden darf (der TV berichtete am 12. Januar). Grund dafür waren Bestimmungen wegen des dortigen Wasserschutzgebietes und wegen Problemen mit dem Lärm.

Für Tobias Müllers und sein Organisationsteam eine böse Überraschung, denn nun mussten sie neu planen. Doch jetzt zeigt sich Müllers zuversichtlich, dass auf dem neuen Gelände, das künftig „Bungert-Festwiese“ heißen soll, auch gut, oder sogar besser gefeiert werden kann.

„Für uns ist es deutlich einfacher“, sagt Müllers im Gespräch mit dem TV. So sei die Infrastruktur im Industriegebiet erheblich besser als im Stadtpark. Der Schotterplatz sei bereits umzäunt und die Anlieferung von Technik und Catering damit einfacher. Die für die Musik zuständige Firma Triacs GmbH aus Föhren betreue auch das Oktoberfest und sei deshalb mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut.

Und Müllers denkt auch schon über das diesjährige Fest, das sich im Laufe der Jahre seit 2012 immer verändert und weiterentwickelt hat, hinaus. „Im Stadtpark wären wir an unsere Grenzen gekommen.“

Doch neben den Vorteilen, die sich vor allem langfristig bieten, sieht der 23-Jährige auch Nachteile. So vermisst er zum Beispiel das schöne Ambiente mitten in der Stadt im Grünen. Das müsse künftig durch andere Attraktionen aufgefangen werden. Ein weiterer Nachteil des neuen Standortes sind die damit verbundenen höheren Kosten. Viele Flyer und Plakate müssen neu gedruckt werden.

Außerdem sei mehr Werbung erforderlich, um bekannt zu machen, dass sich nicht nur der Name sondern auch der Standort geändert hat. Für die Organisatoren ist das besonders bitter, da die Einnahmen im vergangenen Jahr wegen des schlechten Wetters niedriger als erwartet ausfielen.

Dass das Fest aber weiterhin in seiner Heimatstadt Wittlich gefeiert werden kann, darüber ist Müllers, der die Woche über in Ludwigshafen arbeitet und so wie die anderen aus seinem Team alles ehrenamtlich in seiner Freizeit plant, sehr froh.

Dass er die neue Location erst jetzt bekannt gibt, begründet Müllers mit Vorgesprächen unter anderem mit Lieferanten und Ordnungsamt, die noch notwendig waren.

Winfried Bungert, der als Eigentümer das Gelände, das  seit mehr als 20 Jahren im Besitz der Firma ist, zur Verfügung stellt, ist von dem Konzept der jungen Leute überzeugt.

Die Firma Bungert ist schon lange als Sponsor dabei. „Das Konzept wird in Wittlich gut angenommen. Und wir sind ja selbst froh, wenn in Wittlich etwas los ist.“ Er betont aber, dass die Firma nur als Werbepartner dabei ist, die Organisation aber ganz bei Müllers und seinem Team bleibt.

Für andere Events sonstiger Veranstalter ist der Platz bisher noch nicht vermietet worden.

Auf diesem Gelände startet im Juli das Beatville-Festival. Foto: Nora John

Karten sind online  ab April erhältlich. Später können sie auch im Bungert-Warenhaus und bei der vvr-Bank in Wittlich gekauft werden.