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Begehrt wie nie: Barockvilla Böcking verzeichnet Besucherrekord

Begehrt wie nie: Barockvilla Böcking verzeichnet Besucherrekord

Das neue Werbeschild an der Parkplatzunterführung soll die Ursache sein: Insgesamt 6722 Gäste haben von April bis Oktober 2012 das Mittelmosel-Museum in Traben-Trarbach besichtigt oder an einer Veranstaltung in dem Kaufmannshaus teilgenommen.

Traben-Trarbach. Als Marlene Eisenkraemer die Besucherzahlen der Barockvilla Böcking in Traben-Trarbach addiert hat, mochte sie das Ergebnis zunächst selbst kaum glauben. Hatten doch während der regulären Öffnungssaison - April bis Oktober 2012 - insgesamt 6722 Gäste das Mittelmosel-Museum besichtigt oder an einer Veranstaltung in dem Kaufmannshaus teilgenommen. "Das ist ein neuer Rekord für unser Haus", sagt die Seniorin, die die Besucherstatistik seit 2010 für den Museumsverein führt: "Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das eine Steigerung von rund 500 Personen!"
"Das liegt an den neuen Werbebannern beziehungsweise der neuen Werbetafel an der Parkplatz-Unterführung", ist sie sich sicher: "Das wurde uns immer wieder auch von den Besuchern selbst bestätigt!"
Vier Werbebanner wiesen zu Beginn der Saison im Stadtbereich auf die Barockvilla hin. Als zwei der Banner Ende Juni entfernt werden mussten, war dies nicht ohne Einfluss auf die Museumsstatistik geblieben: "Im Juli und August hatten wir im Vergleich zum Vorjahr einen Besucherrückgang von rund 20 Prozent", so Eisenkraemer.
Und dies, obwohl vor allem der Juli ähnlich verregnet war wie 2011. Erst nachdem das Banner an der Parkplatzunterführung im September durch ein festes Schild ersetzt werden konnte - die Kosten von 1000 Euro trägt der Förderverein - schnellten die Gästezahlen jenseits der Museumsveranstaltungen erneut nach oben. So gelang es, die Zahl der regulären Besucher von 4851 Personen (ohne Hotelgutscheine) nicht nur zu erreichen, sondern mit 4912 Museumsgästen sogar leicht zu übertreffen. Entsprechend waren auch die mit der Stadtkasse abgerechneten Einnahmen aus dem Eintrittskartenverkauf von 10 874 Euro auf 11 493 Euro gestiegen.
Museumsleiter Christof Krieger weist daher auf die beiden im Vorjahr aus städtischen Mitteln beschafften Transparente hin, die ungenutzt auf dem Dachboden des Museums lagern. Dafür seien rund 700 Euro öffentliche Mittel ausgegeben worden. Und, so Krieger weiter: Dafür sollten unbedingt neue Standorte gefunden werden. red