Behütet im "Kuckucksnest"

Kinder und Erwachsene aus Minheim und Kesten haben den Abschluss von Sanierung und Erweiterung der Kindertagesstätte gefeiert. Zum Gelingen der Arbeiten hatten viele engagierte Helfer ihren Beitrag geleistet.

Minheim/Kesten. In Besitz genommen haben die Kinder ihr zweites Zuhause bereits vor einigen Wochen. Doch nun ist der Minheimer Kindergarten auch formell eingeweiht, und einen neuen Namen hat er auch. Die Entscheidung für "Kuckucksnest" ist wegen des Beinamens "Kuckuck" für die Minheimer gefallen. Außerdem gefiel die Tatsache, dass ja auch der Kuckuck seinen Nachwuchs der Obhut Anderer anvertraut.

Dass die Kinder aus Minheim und Kesten nun sehr viel mehr Platz haben als zuvor, ist laut Ortsbürgermeister Hans-Werner Mertes einem kleinen Wunder zu danken. Denn nach ersten Überlegungen für eine Erweiterung und einstimmigen Beschlüssen in beiden Orten, wäre das Vorhaben beinahe an der geringen Kinderzahl gescheitert. Doch dann sei - "über Nacht gottlob" - die Zahl der Kinder in beiden Gemeinde gewachsen. Mittlerweile gebe es in dem nun auch Zweijährigen offen stehenden Ganztagskindergarten sogar eine Warteliste.

Während der Umbauphase waren die Kinder ins Gemeindehaus umgezogen, was der Bauzeit zugute kam. Denn obwohl erst Ende Juli mit dem Entkernen des früheren Gebäudetraktes begonnen worden war, konnten im Februar wieder alle zurück.

Zu danken ist das nicht zuletzt den vielen Bürgern, mit deren Hilfe die mit 330 000 Euro veranschlagten Umbaukosten im Rahmen gehalten wurden.

Die 3000 Stunden Eigenleistung summierten sich bei einem Stundenlohn von 25 Euro auf 75 000 Euro, lobt Mertes. Obendrein seien die Helfer auch mit eigenen Maschinen und Traktoren angerückt. Dieses Engagement habe auch ihn immer wieder motiviert, nicht nachzulassen im Bemühen um einen raschen Abschluss.

Hilfreich bei der Realisierung waren aber auch die erhaltenen Zuschüsse. Laut Landrätin Beate Läsch-Weber steuerte das Land mehr als 72 000 Euro bei, der Kreis weitere 24 000 Euro. Dies ermögliche den beiden Orten, Eltern "in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf" zu unterstützen.

Für Tagesstättenleiterin Alexandra Reinhard ist ein "außergewöhnliches Projekt" Wirklichkeit worden. Begleitet von Architekt Peter Hilmes sei dieses dank der guten Zusammenarbeit Aller möglich gewesen. In den vergangenen Monaten hätten sie sehr viel Unterstützung erfahren - auch bei der Vorbereitung für das Fest. Für den Kindergarten gelte es nun, "die Kinder mit ihren Unterschiedlichkeiten aufzunehmen und zusammenzuführen. "Das Kuckucksnest soll ein Haus werden, in dem sie lernen, sich frei und selbstbewusst zu behaupten," wünschte sich Alexandra Reinhard.

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