Bei Cusanus geht's bald rund

Verkehrsteilnehmer sollen bereits an einem der Eingangstore der Stadt Bernkastel-Kues sehen, welch berühmter Mann hier geboren wurde. Das Cusanus-Kunstwerk wird mit Spenden finanziert.

 Noch umrunden die Verkehrsteilnehmer eine Grünfläche. Die Gestaltung soll noch 2009 erfolgen. TV-Foto: Clemens Beckmann
Noch umrunden die Verkehrsteilnehmer eine Grünfläche. Die Gestaltung soll noch 2009 erfolgen. TV-Foto: Clemens Beckmann

Bernkastel-Kues. Große Augen dürften viele Verkehrsteilnehmer gemacht haben, als sie am 14. Oktober 2008 den Kreisel am Ortsausgang von Kues (Richtung Wehlen) befuhren. Der Wiesbadener Künstler Eberhard Münch zeigte, wie die Mittelinsel des Kreisels einmal aussehen soll. Dafür hatte er ein maßstabgetreues Modell des Kunstwerkes errichtet, das an Nikolaus Cusanus (1401 bis 1464), den bedeutendsten Sohn der Stadt, erinnern soll (der TV berichtete).

Die Idee für dieses aus mehreren Elementen bestehende Cusanus-Denkmal stammt von Stadtbürgermeister Wolfgang Port. Mehrfach wurde das Projekt im Stadtrat erläutert. Port machte es dem Rat auch dadurch schmackhaft, dass er eine Finanzierung durch Spenden garantiert. Die Stadt soll nur die Kosten für die Bodenarbeiten, die Fundamente und die Montage tragen.

Ursprünglich sollte die Idee auch schon umgesetzt sein. Nach Auskunft des Stadtbürgermeisters musste aber noch einmal die Statik unter die Lupe genommen werden. "Denn es soll verhindert werden, dass die Elemente umgeworfen werden können", erläutert er. Diese Prüfung sei mittlerweile zur allgemeinen Zufriedenheit abgeschlossen worden. Port: "Wir können nun an die Ausschreibung gehen."

Die Kosten für das reine Kunstwerk stehen nach Ports Angaben noch nicht genau fest. Sie hängen auch von den Anforderungen an die Statik ab. Zusagen hat der Stadtbürgermeister bisher für Spenden in Höhe von 70 000 Euro. Der Cusanus-Kreisel hat genau wie die Kreisel am Kueser Brückenkopf und am Aldi-Neubau in erster Linie natürlich das Ziel, einen möglichst reibungslosen Verkehrsfluss zu gewährleisten. Das gelinge auch, sagt Klaus Herrmann, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Bernkastel-Kues. Die Stadt hätte gerne auch einen Kreisel am Bernkasteler Brückenkopf. Einen entsprechenden Antrag lehnte der Landesbetrieb Mobilität Straße im vergangenen Jahr allerdings ab. Der Aufwand sei zu groß, hieß es. Schon für einen kleinen Kreisel müsse der Brückenkopf verändert werden. Ein großer Kreisel erfordere gar einen "erheblichen Eingriff" in das bestehende Bauwerk. An dieser Auffassung hat sich auch nichts geändert.

Immerhin, so Port, gebe es Signale, dass im Zuge der anstehenden Sanierung des Gestades eine richtige Rechtsabbiegespur angelegt werden kann. Verkehrsteilnehmer aus Richtung Graach können dann zügiger auf die Brücke fahren. Derzeit gibt es in diesem Bereich häufig Behinderungen.