Bei Sonnenschein frühzeitig Plätze für den Regioradler-Bus sichern

Bei Sonnenschein frühzeitig Plätze für den Regioradler-Bus sichern

Radler, die mit ihrem Drahtesel den Regioradler nutzen wollen, sollten vorher einen Platz reservieren. Gerade bei schönem Wetter und an Wochenenden riskieren sie, nicht mehr mitfahren zu können.

Brauneberg. Beinahe hätte es für das Ehepaar Adam aus Brauneberg mit der Radtour nicht geklappt. "Als der Radlerbus kam, war der Hänger schon voll", war Monika Adam überrascht. Ein Fahrrad passte noch drauf, das andere nahmen die Adams mit in den Bus. Sie waren die letzten, die morgens von der Moselbahn mit dem Rad nach Trier mitgenommen wurden. Die beiden hatten geplant, mit dem Regioradler nach Trier und dann mit dem Drahtesel an der Mosel entlang zurück nach Brauneberg zu fahren.
An einer weiteren Haltestelle in Brauneberg sowie in Wintrich und Neumagen-Dhron beobachtete das Ehepaar, wie für insgesamt 17 Radler kein Platz mehr war. Diese mussten dann umdisponieren. Worüber sich Monika Adam ebenfalls ärgert, war die erhebliche Verspätung des Regioradlers. "Um 10.10 Uhr sollte der Bus fahren, um 10.40 Uhr kam er erst", sagt sie.
Als weitere Anregung wünscht sich Monika Adam generell eine frühere Abfahrt des Radlerbusses. "Dann könnte man auf der 50 Kilometer langen Strecke mehr anschauen oder einkehren." Für Knut Hofmeister von der Betriebsleitung der Moselbahn war die Überfüllung des Radlerbusses aufgrund der geringen Zahl an Vorab-Reservierungen nicht vorhersehbar. Die Nachfrage sei abhängig von saisonalen Effekten und besonders dem Wetter, sagt Hofmeister. "Dies kann zu tageweise starken Nachfragespitzen führen, die in keinem Fahrplan im Voraus planbar sind", sagt er.
115 Kilometer entlang der Mosel


Daher empfiehlt Hofmeister, vorher im Internet Plätze im Regioradler zu buchen. "Wer reserviert, kann sich auf einen freien Platz für sein Fahrrad verlassen", sagt Hofmeister. Die Reservierungsrate beträgt auf der Moselstrecke 30 Prozent der verfügbaren Plätze.
Zum Problem der Verspätung kann er keine Lösung anbieten. Denn das Verladen der Fahrräder kostet Zeit, einmal durch den Verladevorgang an sich, aber auch durch die unterschiedlichsten Fahrradmodelle, die in das Befestigungssystem integriert werden müssen. Zudem sei die benötigte Zeit zum Verladen der Räder durch die schwankende Nachfrage nicht einzuplanen. Im Grunde brauche man einen wetterabhängigen Fahrplan. Das sei aber unrealistisch, sagt Hofmeister.
Eingeplante Zeitpuffer und die Reduzierung der Haltestellen, an denen Räder verladen werden, haben das Problem inzwischen entschärft. Allerdings sei die Verspätung an besagtem Sonntag extrem gewesen und sollte so nicht vorkommen. Den Vorschlag einer früheren Abfahrtszeit nimmt Hofmeister auf. Jedoch sei die Linie an der Mosel 115 Kilometer lang. Die Abfahrtszeiten müssten auf der gesamten Strecke attraktiv sein.
Bei der Tourist-Info in Bernkastel-Kues sind Beschwerden über zu wenig Kapazität auf der Moselstrecke nicht bekannt, sagt Gaby Hölzer. Diese Linie sei eher wenig gefragt. Ganz anders sieht das beim Regioradler in Richtung Daun aus, der oft ausgebucht ist. "Da hatte es im Herbst 2010 Klagen von Radlern gegeben", sagt sie. Allerdings hätten sich diese im Vorfeld keinen Platz gesichert. Hölzer empfiehlt, rechtzeitig übers Internet einen Platz im Regioradler zu reservieren. cst

Insgesamt gibt es an Mosel, Eifel, Hunsrück und Rhein neun Linien des Regioradlers. Auf einem Anhänger kann ein Bus bis zu 22 Fahrräder transportieren. In der Region Trier gibt es Radlerbusse auf folgenden Strecken: Bullay - Trier Bernkastel-Kues - Daun Cochem - Gerolstein Trier - Bollendorf Trier - Hermeskeil - Türkismühle Eine Reservierung ist bis vier Stunden vor Fahrtbeginn möglich. Infos zum Radlerbus und Möglichkeiten zur Reservierung unter www.regio-radler.de cst

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