Beigeordnetendiskussion: Bürgermeister räumt Versäumnis ein

Neumagen-Dhron/Bernkastel-Kues · Von den Plänen des Fusionspartners Bernkastel-Kues, einen hauptamtlichen Beigeordneten zu wählen, haben Politiker aus Neumagen-Dhron aus unserer Zeitung erfahren. Die eigene Informationspolitik sei nicht ausreichend gewesen, gibt Bürgermeister Ulf Hangert zu.

Neumagen-Dhron/Bernkastel-Kues. Die Ältestenräte der Verbandsgemeinden Bernkastel-Kues und Neumagen-Dhron haben über die Besetzung der Stelle eines hauptamtlichen Beigeordneten in der VG Bernkastel-Kues diskutiert. Das Treffen wurde anberaumt, weil der VG-Rat Neumagen-Dhron seinen Unmut über die Vorgehensweise geäußert hatte. Ulf Hangert, Bürgermeister der VG Bernkastel-Kues, hatte daraufhin versprochen, noch einmal das Gespräch zu suchen (der TV berichtete). Hangert informierte über die Argumente, die für einen hauptamtlichen Beigeordneten sprechen.
Die Besetzung habe nichts mit der anstehenden Fusion zu tun. Der Zuwachs um 4700 Bürger erfordere eine solche Personalaufstockung nicht, sagte er.
Der Bedarf der Ortsgemeinden an kompetenter Beratung und Betreuung steige allerdings ständig. So könne der zukünftige hauptamtliche Beigeordnete auch die Ortsbürgermeister entlasten.
Andere Verbandsgemeinden würden diese Aufgaben auch angehen, sie jedoch anders lösen. Zum Beispiel durch die Einstellung eines Wirtschaftsförderers, eines Zukunftsmanagers oder Aufträge an Beratungsfirmen.
Die Neumagen-Dhroner Kommunalpolitiker kritisierten, dass sie erst durch die Lektüre des TV von der Besetzung der Beigeordnetenstelle erfuhren. Die Informationsgespräche, die Hangert mit den Ortsbürgermeistern der VG Neumagen-Dhron führten, hätten nicht ausgereicht. Man habe sich nicht richtig eingebunden gefühlt. Bürgermeister Hangert räumte dieses Versäumnis ein und entschuldigte sich. red

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