Beim Skat fehlt noch der vierte Mann

Beim Skat fehlt noch der vierte Mann

TRABEN-TRARBACH. Nach seiner umfassenden Renovierung im Sommer letzten Jahres ist das Gebäude der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in der Trabener Kirchstraße/Ecke Schulstraße zu einem gemütlichen "Haus mit Herz" geworden. Regelmäßige Veranstaltungen erfreuen die Seniorinnen und Senioren des Städtchens, und immer dienstags wird gespielt. Hierzu sind weitere Bürgerinnen und Bürger aller Altersstufen mit Spaß am Spiel herzlich willkommen.

Klaus Lenz, Werner Pflanz und Gerd Rümmler spielen Skat, und dabei darf auch mal herzlich gelacht werden. Seit dem vergangenen Sommer frönt das fröhliche Trio seiner Leidenschaft. Klaus Lenz beherrscht das Skatspiel seit 50 Jahren, Werner Pflanz gar seit sechs Jahrzehnten, und Gerd Rümmler hat vor 14 Jahren die "Handhabe" mit den 32 Spielkarten erlernt. "Turnierskat spielen wir nicht", sagen die Drei unisono und erzählen von den verschiedenen Spielarten, die es gibt. "Es geht uns auch um die Unterhaltung", sagt Werner Pflanz, und dafür ist beim Skattreff jeden Dienstag ab 15 Uhr für drei Stunden bestens gesorgt. "Der vierte Mann ist das Beste", weiß Gerd Rümmler, und die drei vergnügten Skatherren hoffen, dass der sich recht bald zu ihnen gesellt. "Es gibt auch Frauen, die spielen sagenhaft Skat", schwärmt Klaus Lenz. Eine Mitspielerin ist den Herren also auch willkommen. Wer von Skat wenig weiß oder vieles verlernt hat, darf sich der Runde ebenfalls getrost anvertrauen, denn die drei erfahrenen Spieler sind bereit, ihr pädagogisches Talent spielen zu lassen und den Neuling umfassend in die hohe Kunst des Skatspiels einzuführen. Jeder kann eigene Spiele mitbringen

Der gemütliche Raum ist ansonsten fest in Frauenhand. Christa Kackert, Irma Lang und Ursula Lenz widmen sich dem Malefiz. Brettspiele aller Art kommen bei ihnen dienstags für zweieinhalb Stunden auf den Tisch, und dann wird gewürfelt und geschmunzelt und natürlich auch geplaudert. Die Geselligkeit ist wichtig, und Irma Lang freut sich, dass die Mitspielerinnen ihr auch bislang unbekannte Spiele ganz genau erklärt haben. Etwas abseits konzentriert sich ein Damenquartett aufs Rommeespiel. Auch Marga Sprunk, Helga Pflanz, Dorothea Köhler und Ingrid Henrich treffen sich jede Woche. Ihre Runde ist im Grunde komplett, aber neue Gruppen können sich im Awo-Haus formieren. Der Eintritt ist frei, Spiele sind vorhanden, und jeder kann natürlich auch sein eigenes "Spielzeug" mitbringen. In entspannter Atmosphäre lassen sich hier die grauen Zellen auf Vordermann bringen, und ein trister grauer Wintertag weicht Kurzweil und angeregter Unterhaltung in einer geselligen Runde.

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