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Bekannte Marke mit einem guten Ruf

Bekannte Marke mit einem guten Ruf

Ein Blick in das umfangreiche Programm der vierten Auflage des Krimifestivals "Tatort Eifel" beweist: Den Organisatoren ist es wieder gelungen, viele prominente Namen zu verpflichten.

Daun. Zwar gibt es in diesem Jahr nicht den alles überstrahlenden Namen wie 2005, als Götz George alias "Schimanski" den Krimipreis "Roland" bekam, aber es werden zahlreiche bekannte Gesichter in der Eifel zu sehen sein. Ob Heinrich Schafmeister, dem Kinopublikum bekannt aus "Comedian Harmonists" und "Der bewegte Mann", Georg Uecker aus der "Lindenstraße" über Bestseller-Autor Frank Schätzing bis hin zum Stargast der großen Abendgala am 22. September, Klaus Doldinger, der mit seiner Band "Passport" auftreten wird.Doldinger passt gut zu "Tatort Eifel", ist er doch Komponist der Titelmelodie der ARD-Reihe "Tatort". Und wie bringt man einen wie Doldinger, der auch ein renommierter Jazzmusiker ist, dazu, nach Daun zu kommen? "Penetrante Hartnäckigkeit und gute Referenzen", beantwortet Organisator Heinz-Peter Hoffmann die Frage. Als Marke mittlerweile etabliert

Grundsätzlich sei es im Lauf der Jahre immer einfacher geworden, Prominente nach Daun zu locken, denn "Tatort Eifel" sei etabliert und mittlerweile "eine bekannte Marke mit einem guten Ruf in der Branche". In den Wochen vor dem Start des Krimifestivals am 19. September bleibt Hoffmann mit seinem Team "am Ball", um zusätzlich noch ein oder zwei Prominente aus der Krimiszene verpflichten zu können. Allerdings immer mit Blick auf den Gesamtetat von 150 000 Euro, zu dem das Land knapp die Hälfte beisteuert. "Auf die Finanzierbarkeit zu achten, hat für uns oberste Priorität. Überzogene Honorarforderungen können und wollen wir nicht erfüllen", erklärt Hoffmann, im "richtigen" Berufsleben Abteilungsleiter der Kreisverwaltung Vulkaneifel. Manchmal allerdings scheitert es nicht am Geld, sondern an der Kollision von Terminen. "Der ,Bulle von Tölz' Ottfried Fischer hat schon mal zugesagt, zu kommen, allerdings fällt unser Termin immer mit der Oktoberfest-Eröffnung in München zusammen. Und die liegt dem Ur-Bayer natürlich näher als ein Auftritt in der Eifel", erinnert sich Hoffmann. "Tatort Eifel" ist aber mehr als nur ein "Schaulaufen" von Prominenten, sondern hat einen guten Ruf erworben durch das Fachprogramm. Dieses ist ein gefragtes Forum für Krimischaffende und Verantwortliche aus der Verlags- und Filmbranche, Ideen auszutauschen, sich über die neuesten Trends zu informieren und die Zukunft des Genres zu diskutieren. Was in Deutschland erfolgreich sein könnte

Unter anderem liefern Kriminologen ihr Spezialwissen zu neuesten rechtsmedizinischen und psychologischen Erkenntnissen, und ein Berliner Streetworker gibt Einblicke in das Milieu junger Großstädter. Podiumsdiskussionen, Vorträge und Filmgespräche beschäftigen sich mit der Frage, wie man angesichts der Masse an Produktionen den Krimi spannend und überraschend halten kann. So erörtern Chefeinkäufer von RTL und ZDF Erfolgskonzepte internationaler Produktionen, und eine New Yorker Beobachterin des amerikanischen Markts zeigt Beispiele für neueste Serienformate, die auch demnächst in Deutschland Zuschauer-Erfolge werden könnten.Das Geld, das in "Tatort Eifel" investiert wird, hält nicht nur Schirmherr Ministerpräsident Kurt Beck für gut angelegt. "Wir können mit dem Geld vergleichsweise viel bewegen", spricht Heinz-Peter Hoffmann aus Erfahrung und vergisst nicht zu erwähnen: "Das Festival ist auch ein klarer Fall von Imagegewinn für die Region. ,Tatort Eifel' ist beste Werbung für die Eifel."Weitere Infos unter www.tatort-eifel.de