Berauschend schön

MORBACH. (urs) Der "Zauber der Operette" hat sein Versprechen gehalten: Die Besucher des Abends mit Sinfonieorchester, Ballett und Solisten verließen verzaubert den Saal.

Einmal die Sorgen des Alltags vergessen und eintauchen in den "Zauber der Operette". Für etwa 250 Musikliebhaber ist dieser Wunsch in der Morbacher Baldenauhalle Wirklichkeit geworden. Fast drei Stunden lassen sie sich in ein vom Trierischen Volksfreund präsentiertes Traumland voller Farbe und Harmonie entführen. Doch nicht etwa als passive Statisten, sondern als aktive Hintergrundsänger. Als solche lassen sie sich mitreißen von der überschäumenden Lebensfreude des Ensembles. Denn nicht nur das "Johann Strauß Ballett" glänzt mit spielerischen wie frechen Einlagen vom "Pas de deux" bis zum ins Dunkel gehüllten "Can Can". Auch das "Rundfunk Sinfonie Orchester Prag" steht dem in nichts nach und sorgt so dafür, dass der musikalische Funke rasch aufs Publikum überspringt. Zum einen dank des überschäumenden Elans der Musiker, zum anderen wegen der Solo-Darbietungen wie von Wenzel Plasil, der seiner Geige scheinbar mühelos "Vogelgezwitscher" entlockt. So geleitet die Musik zur "schönen blauen Donau" oder dem "Zigeunerbaron". Im Wechsel begeistern die Solisten Kathrin Lopez, Leanan de Montiel und Tenor David Jackiw sowie Rolf Hardtke, der die musikalische Reise moderiert. Dass diese gelungen war, beweisen die Kommentare der Besucher. "Großartig", ist Peter Hackethal beeindruckt. Vor allem das Geigen-Solo hat Kerstin und Cilli Flesch, Tochter und Mutter aus Wederath, gefallen. Anja Johann und ihre Mutter Rita Fey haben verschiedene Interessen aus Bundenbach hergeführt. Während die Ältere erklärter Operettenfan ist, faszinieren ihre Tochter klassische Musik und klassisches Ballett. Und dieser Abend war für jede ein Gewinn. Ebenso wie für die Morbacher Edda und Joachim Beck. "Das war ausgezeichnet - für Morbach wirklich eine Erfüllung", versichert Beck, "jederzeit wieder" vorbei zu schauen. Deshalb könn en sich die beiden Besucher auch nicht erklären, dass etliche Plätze frei blieben.