"Berge wachsen nicht nach"

Zum Artikel "Mehrheit gegen weitere Lavagruben" (TV vom 6. April):

Die breite Mehrheit im Kreistag ist ein deutliches Zeichen an die Landesregierung und Planungsgemeinschaft, die über die Zukunft einer ganzen Region entscheiden, die sie vielleicht nur vom Papier her kennen. Wie würden die Verantwortlichen wohl entscheiden, wenn es ihre Heimat beträfe? Das ganze Verfahren ist infrage zu stellen, denn es ist nicht wirklich demokratisch.

"Mehr Demokratie wagen"(Willy Brandt) ist mehr denn je gefragt! Die Abbauunternehmer argumentieren mit Arbeitsplätzen. Doch es werden keine neuen geschaffen, wenn mit wenig Mann und schwerem Gerät die Gruben ausgeweitet werden. Im Gegenteil, jede Erweiterung des Abbaus bedroht die steigende Zahl zukunftsfähiger, nachhaltiger Arbeitsplätze besonders in Tourismus und den damit verbundenen Gewerben. Können die Abbaufirmen nicht mehr und mehr auf naturverträgliche Methoden und Materialien wie Recycling-Stoffe umrüsten? Wie wäre es, wenn das Land dies förderte? Dann würden auch diese Arbeitsplätze nachhaltig und zukunftsfähig wie jene in der Erholungs- und Gesundheitslandschaft, die durch das Land mit einer Hand gefördert werden, während es Pläne vorlegt, die eine erholsame Landschaft zerstören. Noch mehr Abbau verträgt die Eifel auf keinen Fall, sonst verliert sie endgültig ihr Gesicht, denn "Berge wachsen nicht nach" (Bauer Hans Pinn).

Lydia Schend, Daun



Lavagruben

"Berge wachsen nicht nach"

Die breite Mehrheit im Kreistag ist ein deutliches Zeichen an die Landesregierung und Planungsgemeinschaft, die über die Zukunft einer ganzen Region entscheiden, die sie vielleicht nur vom Papier her kennen. Wie würden die Verantwortlichen wohl entscheiden, wenn es ihre Heimat beträfe? Das ganze Verfahren ist infrage zu stellen, denn es ist nicht wirklich demokratisch. "Mehr Demokratie wagen"(Willy Brandt) ist mehr denn je gefragt! Die Abbauunternehmer argumentieren mit Arbeitsplätzen. Doch es werden keine neuen geschaffen, wenn mit wenig Mann und schwerem Gerät die Gruben ausgeweitet werden. Im Gegenteil, jede Erweiterung des Abbaus bedroht die steigende Zahl zukunftsfähiger, nachhaltiger Arbeitsplätze besonders in Tourismus und den damit verbundenen Gewerben. Können die Abbaufirmen nicht mehr und mehr auf naturverträgliche Methoden und Materialien wie Recycling-Stoffe umrüsten? Wie wäre es, wenn das Land dies förderte? Dann würden auch diese Arbeitsplätze nachhaltig und zukunftsfähig wie jene in der Erholungs- und Gesundheitslandschaft, die durch das Land mit einer Hand gefördert werden, während es Pläne vorlegt, die eine erholsame Landschaft zerstören. Noch mehr Abbau verträgt die Eifel auf keinen Fall, sonst verliert sie endgültig ihr Gesicht, denn "Berge wachsen nicht nach" (Bauer Hans Pinn). Lydia Schend, Daun