Berglichter und weiße Riesen

BERGLICHT. (urs) Das Jahr 2005 ging in Berglicht ganz schön ins Geld. Doch nach dem neuen Rasen-Sportplatz nähert sich nun auch das Dorfgemeinschaftshaus allmählich seiner Fertigstellung.

In diesem Jahr steht in Berglicht wohl mehr an als eine Feier. Nicht nur, dass auf dem für rund 200 000 Euro verwirklichten neuen Sportplatz nach jahrelangem Geduldsspiel endlich eingesät ist. Auch der schier unendliche Traum vom eigenen Dorfgemeinschaftshaus hat endlich Gestalt angenommen. Derzeit vergeht keine Sitzung, in der die Gemeindevertreter nicht über Estrich und Fußbodenbeläge, mögliche Einsparungen und bessere Alternativen beratschlagen. Demnächst wird die Einrichtung der Küche auf der Tagesordnung stehen. Der Lohn des fleißigen Kopfzerbrechens ist allmählich für alle Bürger sichtbar. Denn das Gebäude geht - nicht zuletzt dank des Engagements der handwerklich begabten Berglichter - mit Riesenschritten seiner Vollendung entgegen. Dennoch ist 2006 noch einiges zu tun, bis das Haus der Gemeinde bezugsfertig sein wird. Daher soll bei einer Einwohnerversammlung am 16. Februar wieder für ehrenamtliche Hilfe getrommelt werden. Im Gegenzug müssen die Berglichter 2006 aber weder Erhöhungen von Steuersätzen, noch von Gebühren befürchten.Unterstützung für den Kindergarten beantragt

Den größten Brocken der Investition Dorfgemeinschaftshaus - alles in allem 1,05 Millionen Euro - hat die Gemeinde 2005 zu schultern gehabt. Was sich natürlich in der Verschuldung niederschlägt, die binnen Jahresfrist von 0,3 auf 1,2 Millionen Euro gestiegen ist. Allerdings dient ein Batzen davon lediglich der Zwischenfinanzierung der rund 600 000 Euro Zuschussmittel. Ende 2006 wird die Langzeitverschuldung Berglichts daher voraussichtlich noch etwa 688 000 Euro betragen. Ein stattliches Sümmchen zwar. Doch angesichts jährlicher Einnahmen aus der Windkraft, wird dies wohl keinem in Berglicht den Schlaf rauben können. Bringen die fünf weißen Riesen der Gemeinde doch Jahr für Jahr 77 000 Euro ein. Von diesen fließen 62 000 direkt in den Haushalt ein. Der Rest, der sich derzeit auf 42 000 Euro summiert, wird je nach Bedarf für Wirtschaftswege oder vergleichbare Projekte verwandt. Im Zuge des Sportplatzbaus, für den es Zuschüsse in Höhe von 112 000 Euro gab, soll zudem das Sportlerheim nicht ins Hintertreffen geraten. Eine erste grobe Kostenermittlung für das sanierungsbedürftige Gebäude summiert sich auf 13 000 Euro. Mit Hilfe einer detaillierten Auflistung will die Gemeinde versuchen, auch hierzu eventuell einen Zuschuss zu erhalten. Eine finanzielle Unterstützung ist auch für den Kindergarten Berglicht beantragt, in dem Investitionen in den Brandschutz (40 000 Euro) geplant sind.

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