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Geschichte: Berliner Professor referiert und recherchiert

Geschichte : Berliner Professor referiert und recherchiert

() Unter dem Titel „Nationalsozialistische Volksgemeinschaft. Ausgrenzung und Teilhabe“  hält Professor Dr. Michael Wildt von der Humboldt-Universität Berlin am Dienstag,  20. Februar, einen Vortrag in der ehemaligen Synagoge in Wittlich. Beginn ist um 19.30 Uhr.

Im Frühjahr 2017 meldete sich  Wildt, Professor für Geschichte im 20. Jahrhundert mit Schwerpunkt Nationalsozialismus, bei Elke Scheid, Leiterin des Kulturamtes und der Stadtbücherei Wittlich, um von seinen aktuellen Forschungen zu berichten und um Unterstützung zu bitten. Er schrieb, dass er an einem Buch zur deutschen Geschichte zwischen 1918 und 1945, das im Münchener Beck-Verlag erscheinen wird, arbeite und sich zurzeit mit dem Jahr 1933 intensiv beschäftige. Er wolle die Geschehnisse und die Umwandlung der deutschen Gesellschaft aus einem lokalen Blickwinkel, aus der Alltagsperspektive vor Ort schildern und habe sich intensiv mit den Tagebüchern des Wittlichers Matthias Joseph Mehs beschäftigt. Wittlich sei für ihn interessant, weil es ein katholischer Ort war, der im März 1933 noch überwiegend das Zentrum gewählt hatte. Schnell wurden Kontakte zum Kreisarchiv Bernkastel-Wittlich, zur Tochter des Altbürgermeisters und Ehrenbürgers der Stadt Wittlich, zum Arbeitskreis Jüdische Gemeinde Wittlich und zum Emil-Frank-Institut hergestellt. Nun steht der Besuch Wildts für seine Vorortrecherchen an und er möchte die Gelegenheit nutzen, sich mit einem Vortrag zum Thema „Nationalsozialistische Volksgemeinschaft. Ausgrenzung und Teilhabe“  einzubringen. Der Eintritt ist frei. Veranstalter sind das Kulturamt der Stadt Wittlich und der Arbeitskreis „Jüdische Gemeinde Wittlich“.

Info per E-Mail an info@kulturamt.wittlich.de oder Telefon 06571/171355.