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Bernkastel-Kues: Die Weichen für die Jugendherberge stellen

Neubau : Bernkastel-Kues will die Weichen für die Jugendherberge stellen

Der Neubau  in Bernkastel-Kues befindet sich auf der Zielgeraden. In der nächsten Stadtratssitzung am Montag, 26. Oktober, soll final darüber abgestimmt werden.

Was die Übernachtungskapazitäten für Familien, Jugendliche und Jugendgruppen betrifft, ist die Not an der Mittelmosel groß: Das Deutsche Jugendherbergswerk hat die Traben-Trarbacher Jugendherberge Anfang des Jahres bis auf Weiteres wegen dringend nötiger Brandschutzmaßnahmen geschlossen und die alte Jugendherberge in Bernkastel-Kues, die hinter der Burg Landshut liegt, ist ebenfalls schon seit Jahren geschlossen. Beide Gebäude sind sanierungsbedürftig. Die Nachfrage nach preisgünstigen Unterkünften für größere Gruppen ist indes an der Mosel groß, wenn nicht sogar steigend, wie mehrere Tourismus-Experten in den letzten Monaten bestätigt haben.

Daher ist in Bernkastel-Kues ein Neubau geplant, über den der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung am Montag, 26. Oktober, 18 Uhr (Güterhalle), abstimmen wird.

Worum geht es dabei konkret? Die ehemalige Realschule in Kues soll so umgebaut werden, dass dort fast 200 Gäste übernachten können. Geplant sind bislang in den beiden oberen Etagen sechs Dreibettzimmer und 34 Fünfbettzimmer, davon fünf barrierefrei. Für Veranstaltungen sind insgesamt acht Seminarräume unterschiedlicher Größe und im Erdgeschoss ein Speisesaal mit Bistro geplant. Eine offene Küche, Lagerräume, Büros und Abstellmöglichkeiten für Kinderwagen und Fahrräder ergänzen den Bau. Die momentan noch bestehenden Walmdächer sollen zurückgebaut werden, um Platz für eine weitere Etage mit den Seminarräumen zu schaffen.

Wie Stadtbürgermeister Wolfgang Port erläutert, wird in der Stadtratssitzung über den Bebauungsplan entschieden. Eine weitere Baumaßnahme wird in derselben Diskussion besprochen werden: Der Bau eines City-Hotels am Forumsplatz. Das Hotel soll in zentraler Lage rund 200 Betten bieten, verbunden mit einem Wellnessbereich, Restaurant und einem Tagungsraum. Hier ist der Verfahrensstand allerdings noch nicht soweit wie bei der Jugendherberge. Nach einer ersten Offenlage geht es nun um die Anhörung der Träger öffentlicher Belange.

Zudem hat auch eine Bürgergruppe mit einer Online-Petition Mitstreiter gesucht, da aus ihrer Sicht der Bebauungsplan an die Gegebenheiten angepasst werden müsste. Der aktuelle Entwurf führe zuParkproblemen und einer zu starken Beschattung der umliegenden Wohnbebauung.