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Bernkastel-Kues: Feuerwehr rückt öfter aus

Brandschutz : Bernkasteler Feuerwehr rückt öfter aus

Die Unwetter und Feuer sorgen für ein ereignisreiches Jahr bei den Brandschützern. Großbrände gab es jedoch nicht.

Mit 286 Einsätzen im Jahr 2018 mussten die Feuerwehren der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues 28 Mal öfter ausrücken als im Vorjahr. Das zeigt die Jahresbilanz, die Thomas Edringer, Chef der Feuerwehren der Verbandsgemeinde, zusammengestellt hat. „Wir hatten ein ereignisreiches Jahr. Bei den Unwetterlagen werden alle Aktionen vor Ort übrigens nur als ein Einsatz gezählt“, erklärt Edringer. Das bedeutet, dass es egal ist, ob 20 Keller nach einem Starkregen leergepumpt werden oder nur einer.  Wenn man diese zahlreichen Einsätze dazurechne, käme man auf etwa 350 Einsätze. Tatsächliche Brandeinsätze gab es in 69 Fällen. Die übrigen Einsätze waren in der Regel technische Hilfe - von der Beseitigung einer Ölspur nach einem Unfall bis zum Unwettereinsatz.

29 Mal ging der Alarm wegen defekter Brandmeldeanlagen. Edringer: „Diese Anlagen machen uns, wenn sie nicht gewartet werden, das Leben schwer.“

29 Mal musste die Feuerwehr ausrücken, um Türen zu öffnen. Hintergrund sind Hausnotrufsysteme bei denen kein Schlüssel hinterlegt wird und der Hausnotrufdienst  lediglich den Auftrag hat, enge Verwandte anzurufen, nachdem ein hilfsbedürftiger Mensch den Alarm aktiviert hat und auf einen Rückruf nicht reagiert.. „Wenn die beim dritten Anruf keinen finden, dann rufen sie die Feuerwehr,“ erklärt Edringer.

Besonders herausragende Einsätze habe es im vergangenen Jahr nicht gegeben: „Die Unwetterlagen im Hunsrück und in der Eifel haben uns nur gestreift. Es gab schon für die Betroffenen schlimme Ereignisse wie kurz vor Heiligabend der Dachstuhlbrand bei Maring-Noviand. Großbrände wie vorletztes Jahr in Burgen gab es aber nicht zu verzeichnen.“  

Statistisch betrachtet rückt jede Stützpunktfeuerwehr ein Mal pro Woche aus, so Edringer.

Insgesamt seien die Belastungen für die Feuerwehrmänner hoch, zumal viele von weit her von ihrem Arbeitsplatz gerufen werden müssen. Außerdem zähle auch die Nacharbeit dazu: „Nach dem Einsatz - und zwar direkt danach -  muss das Fahrzeug gereinigt werden, die Schläuche und der Atemschutz muss gewartet werden. Da kommen schon einige Werkstattstunden zusammen,“ sagt Edringer.