1. Region
  2. Mosel, Wittlich & Hunsrück

Bernkastel-Kues: Klares Votum für Erhalt der Wasserschutzpolizei

Bernkastel-Kues: Klares Votum für Erhalt der Wasserschutzpolizei

Eine Entscheidung über die Schließung des Standortes Bernkastel-Kues der Wasserschutzpolizei gibt es noch nicht. Die Kommunalpolitiker sind sich einig: Zu einer Schließung darf es auch nicht kommen.

Die Resolution ist noch nicht formuliert und damit auch nicht verabschiedet, doch ihr Inhalt ist klar: Der Verbandsgemeinderat Bernkastel-Kues spricht sich einstimmig für eine Beibehaltung des Wasserschutzpolizei-Standortes Bernkastel-Kues aus. Der Text wird, so Bürgermeister Ulf Hangert (CDU), in der Verwaltung verfasst und dann den Fraktionsvorsitzenden vorgelegt. Der VG-Rat geht damit früh in die Offensive, denn eine definitive Aussage über eine Schließung der Dienststelle gibt es bisher nicht. Das erwähnt auch Ratsmitglied Alex Licht (CDU), der auch dem Landtag angehört und die Thematik öffentlich gemacht hatte.

Sachliche und fachliche Gründe sprächen eindeutig für den Erhalt der Dienststelle. So hätten zwei Schifffahrtsunternehmen mit etwa 20 Ausflugsschiffen ihren Sitz in der Stadt. Der Hochmoselübergang werde auch zu Mehrarbeit führen. Die Schließungspläne seien nicht nachvollziehbar, sagen Jürgen Servatius (FDP), Johannes Politz (Grüne), Hans-Peter Ehses (Freie Bürgerliste) und Johannes Schneider (ÖDP). Von der SPD, die in der Landesregierung den wichtigsten Part innehat, kommt ebenfalls eine klare Stellungnahme. Bei Havarien gehe es um Minuten, sagt Peter Licht. Bei einer Schließung sei ein schneller Einsatz nicht möglich, weil zwischen den nächsten Standorten, Trier und Cochem, je zwei Schleusen lägen. Man könne auch nicht zulassen, dass die Freiwilligen Feuerwehren, die bei Ereignissen auf dem Wasser auch im Einsatz seien, ohne fachliche Unterstützung durch die Wasserschutzpolizei arbeiten müssen.

Licht betont aber auch. "Nach unseren Recherchen ist es noch lange nicht so weit mit einer Schließung. Es gibt noch keine politische Aussage aus Mainz." Marc Spaniol (CDU) spricht aus fachlicher Sicht. Er ist Leiter der Außenstelle Bernkastel-Kues des Wasser- und Schifffahrtsamtes Trier. Das Boot der Wasserschutzpolizei habe eine besondere Schutzeinrichtung, sagt er. Sie mache es möglich auch dann zu einem Schiff zu fahren, wenn dieses eine gefährliche Fracht habe.