Besondere Formel soll 120 000 Euro einbringen

Besondere Formel soll 120 000 Euro einbringen

Der gebürtige Wehlener Eckart Prüm hat, zum Teil mit seinem Bruder Jost, schon viel für seinen Heimatort getan. Wenn die Bürger mitziehen, will er nun eine ganz große Aktion aufziehen und den Geldbeutel weit öffnen.

Wehlen. (cb) 1+1=3. Mathematisch stimmt diese Formel nicht. Das weiß jedes Kind — auch in Wehlen. Trotzdem findet sie dort Anwendung. Und das geht so: Eckhart Prüm spendet eine bestimmte Summe Geld. Kommt aus dem Ort oder aus der Region noch einmal die gleiche Summe dazu, öffnet der gebürtige Wehlener wieder den Geldbeutel.

Funktioniert hat das schon beim der Gemeinde gehörenden Haus Kaspari. Für dessen Sanierung kamen so 17 000 Euro zusammen (der TV berichtete).

Bereits vorher hatte sich Eckhart Prüm als Wohltäter erwiesen. Gemeinsam mit seinem Bruder Jost rief er 2007 die Jodocus-Prüm-Stiftung ins Leben. Sie erinnern damit an ihren Vorfahren Jodocus Prüm, der ebenfalls als Wohltäter gilt. Die Erträge aus dieser mit einem Grundkapital von 50 000 Euro ausgestatteten Stiftung kommen ebenfalls den Wehlenern zu Gute.

Am Sonntag, 8. Februar, präsentiert der in Frankfurt lebende Eckart Prüm eine neue Aktion unter dem Motto 1+1=3. Der Unternehmensberater ist bereit, sogar 80 000 Euro zu spenden, wenn aus der Bevölkerung 40 000 dazu kommen.

Mit dem Geld soll die marode Orgel in der St.-Agatha-Kirche saniert werden. Den Anfang macht Prüm mit 10 000 Euro. Kommt die gleiche Summe zusammen, legt er weitere 10 000 Euro drauf. Kommt darauf nichts mehr, ist immerhin ein Grundstock für die Sanierung vorhanden. Viele mechanische Teile der Orgel aus der Werkstatt von Heinrich Voltmann (1830-1909) sind verbraucht, viele Originalteile aber noch erhalten. Deshalb lohne die Sanierung, sagen Experten Die Kirchenmusiker Theresia und Josef Thiesen (Zeltingen-Rachtig) und der Orgelbaumeister Frank Weimbs (Hellenthal, Eifel) haben dafür ein Konzept erarbeitet.

Über das von ihm in Aussicht gestellte Geld macht Eckhart Prüm nicht viel Aufhebens. "Dann bekommen die Erben eben etwas weniger", sagt er schmunzelnd und fügt ernsthaft hinzu: "Eine Kirche ohne richtige Orgel ist keine richtige Kirche."

Am Sonntag wird Eckart Prüm die Aktion in der heiligen Messe (Beginn 9.30 Uhr) vorstellen. Im Anschluss können die Kirchenbesucher gleich aktiv werden und beispielsweise die Patenschaft für Orgelpfeifen übernehmen.