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Auslese: Bester Fisch zu bestem Wein

Auslese : Bester Fisch zu bestem Wein

Fisch muss schwimmen. Natürlich muss er das, er lebt ja schließich im Wasser. Das Sprichwort bezieht sich aber auch auf etwas anderes. Dass er nicht nur im Wasser schwimmen muss, sondern bei der Zubereitung in Schmalz oder Öl und im Zusammenspiel mit Wein beim Essen.

Und auf besonders guten Wein trifft er im Hotel-Restaurant Fährhaus im ostfriesischen Nessmersiel, über das ich an dieser Stelle schon einmal guten Gewissens berichtet habe. Es liegt mehr als 500 Kilometer entfernt von der Mosel, es gibt also keine Konkurrenz zu hiesigen Betrieben. Ich darf also meiner Begeisterung freien Lauf lassen.

Die Zeitschrift „Der Feinschmecker“ hat das Fährhaus im Frühjahr zum viertbesten Fischrestaurant in Deutschland gekürt. Letztlich ist es damit sogar das Beste seiner Art an der deutschen Nord- und Ostseeküste, denn die drei erstplatzierten Lokale liegen in Hamburg und Köln, also viel weiter im Landesinneren. Um es gleich zu sagen: Es gibt nicht nur Fisch in dem Restaurant, sondern auch Vieles was die landwirtschaftlich geprägte Region sonst noch zu bieten hat. Wein wächst an der Küste (noch) nicht. Fährhauschef Maximilian Eberleh und seine Frau Anja sind aber nicht nur Weinfreunde sondern auch Weinkenner. Elf Weine habe sie im offenen Ausschank – alle aus deutschen Anbaugebieten. Dazu kommen aktuell 46 deutsche Flaschenweine. Natürlich sind auch Winzer von der Mosel vertreten. Nur drei Weine kommen aus dem Ausland.

Fisch ist teuer. Vielleicht fragen Sie sich, ob ich mir einen Aufenthalt in einem solchen Hotel leisten kann. Dazu reicht ein Satz ohne Zahlen: Das Preis-/Leistungsverhältnis ist erstklassig. Dazu kommt die Kompetenz der Mitarbeiter. Dort am Watt merkt man erst, dass Lachs nicht gleich Lachs ist und Kabeljau nicht gleich Kabeljau. Hier schwimmt nur bester Fisch in bestem Wein.
c.beckmann@volksfreund.de