Bester Mosel-Riesling für Bremer Honoratioren

Bester Mosel-Riesling für Bremer Honoratioren

ZELL/BREMEN. Moselwein hat in der traditionsreichen Handelsstadt Bremen schon seit jeher viele Liebhaber. Untermauert wird diese Sympathie für den feinfruchtigen Riesling jetzt durch die "Bremer Eiswette". Zum zweiten Mal liefert das Zeller Weingut Albert Kallfelz den Wein zu diesem großen gesellschaftlichen Ereignis der Hansestadt, an dem Mitte Januar 700 geladene Gäste teilnehmen.

Das Zeller Weingut Albert Kallfelz ist in den vergangenen Jahren zu einem der Top-Güter der Mosel aufgestiegen. Innerhalb von 30 Jahren hat Albert Kallfelz sozusagen aus dem Nichts aus einem kleinen Fasswein vermarktenden Betrieb ein Vorzeigegut geschaffen. Der Lohn dafür sind zahlreiche Ehrungen, Medaillen und Auszeichnungen auf nationaler und internationaler Ebene. Jeder Winzer ist stolz, wenn sein Wein in der Preisliste des traditionsreichen Bremer Ratskellers steht. Das renommierte Handelshaus vertreibt seit Jahrhunderten ausschließlich deutsche Spitzenweine aller Anbaugebiete, darunter auch Kreszenzen von Kallfelz. Die Mosel ist immerhin mit knapp 20 Prozent im Sortiment vertreten.Deutsche Weinkultur in ehrwürdigen Kellern

Im Stammhaus, in den Gewölben des 1405 errichteten Rathauses der Hansestadt, wird deutsche Weinkultur gepflegt, die ihresgleichen sucht. Ratskellermeister Karl-Josef Krötz - ein Moselaner aus Neef - war dieser Tage wieder mal an der Mosel, um noch einmal einen ganz besonderen Wein zu verkosten. Das Weingut Albert Kallfelz liefert nämlich mit einem 2002er Riesling-Hochgewächs Trocken zum zweiten Mal den Weißwein für die Bremer Eiswette. Die große Eiswettfeier am 17. Januar 2004 ist neben der Schaffermahlzeit d a s gesellschaftliche Ereignis in Bremen. Rund 700 "wichtige" Gäste werden erwartet, die Präsidiumsmitglieder müssen im Frack, die Gäste im Smoking oder in Uniform erscheinen. Acht bis zwölf Stunden dauert die Veranstaltung, gereicht wird traditionell ein derbes und typisch bremisches Essen: geräucherter Aal und Kohl mit Pinkel. Die fünf großen Weinhandelshäuser Bremens wetteifern im Rahmen einer Blindverkostung jedes Jahr darum, den Wein für dieses große Fest zu liefern. Der Rotwein muss ein Bordeaux sein, der Weißwein ein Mosel. Diesmal hat erneut der Bremer Ratskeller den Zuschlag erhalten, und erneut mit einem Wein aus dem Weingut Albert Kallfelz. Nicht nur der Ausschank beim Fest ist lukrativ, ebenso interessant ist das Nachfolgegeschäft, denn etliche Flaschen, die mit einem eigenen Etikett vom Bremer Ratskeller und dem Logo der Eiswette versehen sind, werden von potenten Weinliebhabern später geordert. Das 2002er Riesling-Hochgewächs Trocken von Albert Kallfelz ist ein Spitzenwein, wie er nur an der Mosel erzeugt werden kann. Fruchtig und frisch, mit ausgeprägten Fruchtaromen und einem unverwechselbaren mineralischen Charakter.Weinliebhaber werden auf deutsche Weine aufmerksam

Im Gespräch mit dem TV erläutert Krötz die Bedeutung der "Bremer Eiswette" für sein Haus und für den Weinlieferanten. Krötz: "Viele Weinliebhaber, die gerne viel Geld für eine gute Flasche Wein ausgeben, stehen dem deutschen Wein immer noch kritisch gegenüber. Mit einer solchen Veranstaltung kann man für deutsche Weine Pionierarbeit leisten. Wer zuvor fast ausschließlich teure Bordeauxweine getrunken hat, wird vielleicht zum deutschen Wein bekehrt." Für Albert Kallfelz, der sich auf die Erzeugung trockener Riesling-Weine spezialisiert hat, ist der erneute Zuschlag zur Eiswette auch eine Bestätigung für seine Weinphilosophie. Kallfelz: "Zu alkoholbeladene Weine passen nicht zur Mosel, wir versuchen die mineralische Komponente der Mosel-Rieslingweine, ihre Frucht und Eleganz herauszuarbeiten."