Kommunalpolitik Wer wird Ortsbürgermeister von Bettenfeld? Zwei Kandidaten gehen ins Rennen

Bettenfeld · Nachdem Ortsbürgermeister Heinz Tutt sein Amt im vergangenen Jahr niedergelegt hat, wird am 20. März eine neue Ortschefin oder ein neuer Ortschef gewählt. Ulla Tutt und Klaus Bracht stellen sich zur Wahl. Wir stellen sie vor.

 Ulla Tutt.

Ulla Tutt.

Foto: Ulla Tutt/privat

Viel zu tun gibt es in Bettenfeld für einen neuen Bürgermeister. Für das Generationen-Projekt, bei dem Senioren in verschiedenen Wohnformen in die Ortsmitte ziehen sollen, ist ein Grundsatzbeschluss gefasst, bei der L16 sind Abstimmungen nötig, der Zukunftscheck Dorf läuft und viele kleinere Projekte wie das Dorfgärtchen wollen betreut werden.

Für Ulla Tutt, die sich für das Amt zur Wahl stellt, ist es wichtig, die Dorfmitte weiter zu beleben. Sie sagt: „Die ortsübliche Dorfstruktur und somit den Charakter unseres Eifeldorfs zu erhalten, sind mir ein Anliegen.“ Weiter will sie sich einsetzen: „Ich möchte den Zusammenhalt von Jugendlichen und Senioren fördern und hoffe, dass unsere Dorfgemeinschaft, nach dem Abstand durch Corona, umso mehr zusammenwachsen wird und alte Traditionen wieder aufleben.“

Das wichtigste Ziel von Klaus Bracht, der ebenfalls Ortsbürgermeister werden möchte, ist: „Das Zusammenleben in unserem Dorf positiv zu gestalten und Bettenfeld in eine gute Zukunft zu führen. Dabei werde ich versuchen, den gesamten Gemeinderat und die Mitglieder unserer Vereine mitzunehmen und die Bürger miteinzubinden.“ Infrastrukturprojekte möchte er durch eine engere Zusammenarbeit mit den Behörden anpacken.

Kommunalpolitische Erfahrung haben beide aus dem Gemeinderat in Bettenfeld, Klaus Bracht ist seit 2019 im Gemeinderat und Mitglied des Vereins „Für Bettenfeld e.V.“ Als Ortsbürgermeisterkandidat tritt er aber als Einzelbewerber an.

 Klaus Bracht.

Klaus Bracht.

Foto: Klaus Bracht/privat

Ulla Tutt ist seit drei Legislaturperioden im Gemeinderat bei der Liste Tutt. Sie bietet seit zwei Jahren kreative Projekte mit Kindern und Jugendlichen bei allen Veranstaltungen in Bettenfeld an. Ihr soziales Engagement hat sie vor einigen Jahren bewogen, in die Sozialdemokratische Partei einzutreten und sie ist derzeit Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Manderscheid.

Klaus Bracht ist im Ort ebenfalls bekannt. Er hat als Bettenfelder in seinem Heimatort zehn Jahre als Forstwirt gearbeitet. Inzwischen ist er im technischen Bereich der Eifelklinik Manderscheid tätig. Darüber hinaus ist er, seit er sechs Jahre alt ist, im Sportverein Bettenfeld: als Spieler, Trainer und seit dem Jahr 2015 als Vorsitzender. Ehrenamtlich ist er außerdem für den guten Zweck bei der „Vor-Tour der Hoffnung“ als „Kümmerer vor Ort“ unterwegs und setzt sich seit langer Zeit für leukämie- und krebskranke Kinder in der Region ein. Dieses Engagement will er beibehalten.

Die Ortsbürgermeisterkandidatin arbeitet als Kunstlehrerin an einem Kölner Gymnasium und steht kurz vor der Pensionierung. Als Hobbys nennt sie alle Arten von kreativem und künstlerischem Gestalten. Außerdem liebt sie die Gartenarbeit und Wanderungen in der Natur.

Nicht zur Wahl stellt sich der momentane Erste Beigeordnete Marec Schleidweiler, der die Geschäfte übernommen hatte, nachdem Heinz Tutt nicht mehr zur Verfügung stand. Er erklärt: „Ich hätte mir vorstellen können, mich zur Wahl zu stellen, aber ich hatte nicht den Rückhalt der Ratsmitglieder, meiner jetzt ehemaligen Wählergruppe Kremer, den ich mir gewünscht hätte.“

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