Bettenfelder Bürgermeister sieht großes Potenzial in neuer ÖPNV-Anbindung

Über die Dörfer : Bettenfelder Bürgermeister sieht großes Potenzial in neuer ÖPNV-Anbindung

„Bettenfeld wird sich mit Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr bald drastisch verändern“, davon ist Ortsbürgermeister Heinz Tutt im Rahmen des Gesprächs mit dem TV für die Serie „Über die Dörfer“ überzeugt.

„Denn in zwei Jahren wird Bettenfeld an die Regionallinien nach Daun, Wittlich und Gerolstein angeschlossen und dann fahren alle zwei Stunden Busse“. Derzeit sei die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr in dem 700-Einwohner-Dorf noch sehr schlecht und man sei auf das besser verbundene Manderscheid angewiesen.

In den neuen Möglichkeiten durch die Anbindung sieht er gewaltiges Potenzial: „Wir werden als Tourismusstandort und Wohnort beliebter. Bettenfeld wird sich dadurch seiner Stärke bewusster“. Neuen Gestaltungsspielraum sieht Tutt durch die ortseigene schwarze Null. Mit einem Plus von 32 000 Euro im Haushalt habe man sich gestaltungsfähig gemacht.

Anders als das nahegelegene Manderscheid mit seinen Geschäften und Apotheken, richte sich die Gemeinde Bettenfeld vor allem auf den Tourismus aus und besitze neben Gaststätten, Ferienhäusern und dem Zeltplatz kaum Einkaufsgeschäfte. Stolz ist Tutt dennoch insbesondere auf den Vulkan-Erlebnispark, der zusammen mit dem Maar-Museum in Manderscheid ins Leben gerufen wurde. Hier wird die Geologie der Mosenberg-Vulkangruppe mit 517 Metern Höhe dokumentiert und den Besuchern bei freiem Eintritt präsentiert. Geologische Lehrkurse, die dort von der Außenstelle der Uni Koblenz angeboten werden, seien vor allem für Studenten und Schüler interessant.

„Der Ort ist bestimmt von Landwirtschaft und Gartenbetrieb“, sagt der 66-Jährige. Daher gebe es ein Blumengeschäft mit Café, Geschäfte für Landmaschinen und eine Service-Werkstatt sowie einen Bauunternehmer. Mit dem Vereinsleben ist Heinz Tutt sehr zufrieden: „Der Gemeinsinn wird im Ort richtig spürbar. Die Vereine greifen sich auch gegenseitig unter die Arme“. Das Vereinsleben spiegele der Sport-, Angelverein, Musikgruppen sowie die katholische Jugendgruppe wider. Und auch die Freiwillige Feuerwehr trage mit ihrer Vereinsarbeit neben dem Heimat- und Tourismusverein zu einem harmonischen Dorfleben bei.

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