Bibpail und Pichtermännchen

WITTLICH. (sos) Eine kleine Serie der "Stadtgeschichten" hat der TV dem Pichtermännchen gewidmet. Um die skurrile Sagengestalt und ein weiteres phänomenales Wittlicher Fabelwesen, die Bibpail, dreht sich die Geschichte von Reinhold Schneck. Er ist als erster dem Aufruf gefolgt, der Redaktion weitere sagenhafte Wittlicher Begebenheiten zum Pichtermännchen aufzuschreiben.

"Es war für mich als fünfjähriges Kind eine der schönsten und faszinierendsten Beschäftigungen, in der Autowerkstatt von Onkel Heiner zu schrauben, zu sägen und zu bohren. Manchmal zeigte Onkel Heiner mir eine Schraubenkiste oder ein gerade eingetroffenes Ersatzteilpaket. Es raschelte darin, und ich sollte beim Öffnen genau aufpassen! Wenn der Onkel dann den Deckel vorsichtig öffnete, machte er plötzlich eine schnelle Handbewegung, und schwups war die Bibpail aus der Kiste herausgeflogen. Das ging so schnell, dass ich die Bibpail partout nicht mehr sehen konnte. Das ärgerte mich gewaltig, denn obwohl ich jedes Mal noch konzentrierter achtgab, war das Tierchen für mich immer zu schnell verschwunden. Auf meine Frage, wo die Bibpail denn nun hinfliegt, erzählte Onkel Heiner, dass die Bibpail mit dem Pichtermännchen im Weinberg und im Wald spazieren gehen würde. Später hatte dann jemand vom Wittlicher Stadtrat die beiden beobachten können, wie sie herumliefen, durch den Wald hüpften und sich gegenseitig Äste zuwarfen. Die Idee des Trimm-Dich-Pfades war geboren. Selbst beim Nordic Walking kann man heutzutage mit etwas Glück die Bibpail und das Pichtermännchen im Wald hinter den Weinbergen bei den vielen Bäumen beobachten. Die Geschichte ist genau so wahr wie die Tatsache, dass meine Tante Kathchen mit drei Fingern Klavier spielen konnte." Reinhold Schneck, Wittlich Der TV freut sich auf neue Märchen vom Pichtermännchen. Bitte senden Sie die Geschichten baldmöglichst an die Redaktion in Wittlich, Feldstraße 29a. Die schönsten Märchen werden veröffentlicht.

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