1. Region
  2. Mosel, Wittlich & Hunsrück

Bilanz der Vereinigten Volksbank Raiffeisenbank Wittlich für 2020

Bankenwesen : VVR-Bank zieht positive Bilanz

Die Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank Wittlich ist trotz Corona zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2020. In einer virtuellen Pressekonferenz hat die Bank ihre Zahlen präsentiert.

Die Corona-Pandemie hat auch das zurückliegende Geschäftsjahr bei der Vereinigten Volksbank Raiffeisenbank (VVR-Bank) Wittlich beeinflusst. „Das vergangene Jahr hat gezeigt, dass wir als Solidargemeinschaft für unsere Mitglieder da waren“, sagt der Vorstandsvorsitzende Michael Hoeck.

Die Bank habe mehr als 800 Tilgungsaussetzungen für ihre Kunden organisiert, jeweils für drei oder sechs Monate. Das sei eine erfolgreiche Maßnahme gewesen, die „Liquiditätsdruck genommen habe“. Die Bank konnte, so Hoeck, trotz der großen Herausforderungen  das vergangene Geschäftsjahr erneut erfolgreich abschließen. Die Niedrigzinsphase hemmt allerdings weiter. „Das Zinsumfeld bleibt schwierig“, sagte Vorstandssprecher Hoeck.

Auswirkungen hatte die Pandemie auch auf den Zahlungsverkehr. Es werde zunehmend mehr digital bezahlt, sagte Michael Hoeck. So gab es bei der VVR-Bank 2020 rund 200 000 Transaktionen an Geldautomaten weniger als im Vorjahr: rund 643 000 waren es in 2020 gegenüber etwa 856 000 im Jahr 2019.

Mitgliederzahlen: Die VVR-Bank hatte Ende 2020 mehr Mitglieder als im Vorjahr. Sie zählt nun 23 009 genossenschaftliche Miteigentümer, das sind 482 mehr als im Vorjahr. „Da sind wir sehr, sehr zufrieden mit“, sagte Hoeck.

Bilanz: Die Bilanzsumme der Bank erhöhte sich um 7,1 Prozent auf 1,12 Milliarden Euro. Die Kundeneinlagen stiegen um 5,7 Prozent auf 871 Millionen Euro. „Das Vertrauen unserer Mitglieder und Kunden ist hoch“, betont Vorstand Peter van Moerbeeck. „Die Pandemie führte 2020 zudem dazu, dass die Sparquote allgemein stieg. Das machte sich auch in unserem Einlagengeschäft bemerkbar.“

Die Bank hat einen Jahresüberschuss, der mit 3,1 Millionen Euro auf dem Niveau der Vorjahre liegt. Die Eigenkapitalkennziffer des Instituts liegt bei 18,5 Prozent und damit deutlich über den Anforderungen der Bankenaufsicht. „Das gibt uns Sicherheit und zugleich Spielraum für die Kreditvergabe“, unterstreicht Vorstand Dr. Michael Wilkes.

Kunden- und Kreditgeschäft: Inklusive Fondsanlagen, Wertpapierdepots und Bausparguthaben betreute die Bank zum Jahresende 2020 Kundengelder in Höhe von 1,54 Milliarden Euro. Das entspricht einem Wachstum von 6,4 Prozent. „Wir sind auf einem sehr guten Weg“, sagte Peter van Moerbeeck.

Auch im Kreditgeschäft erzielte die VVR-Bank im zurückliegenden Geschäftsjahr weiteres Wachstum. Das Kundenkreditvolumen stieg um acht Prozent auf 707 Millionen Euro. Zusammen mit den an die Partner der genossenschaftlichen Finanzgruppe vermittelten Darlehen liegt der Bestand bei 826 Millionen Euro, was einem Anstieg um 6,3 Prozent entspricht.

Dividende: Der Vertreterversammlung will die Bank empfehlen, den Mitgliedern eine Dividende von 3 Prozent auszuschütten. Zum gleichen Zeitpunkt im vergangenen Jahr hatte die Bank der Vertreterversammlung eine Senkung des Dividendensatzes von 5,5 Prozent auf vier Prozent empfohlen.

Fusion: Die Fusionsgespräche mit der Volksbank Hunsrück-Nahe in Simmern liefen gut, sagte Michael Hoeck. Man sei gemeinsam dabei, die Vorgaben zu definieren und habe einen Partner, mit dem man einen sachlichen Austausch führe.