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Bildung: Traben-Trarbacher wählen Jugendparlament

Bildung : Jugendparlament tagt erstmals

Als sie vor drei Jahren nach Traben-Trarbach kam, wollte Patrycja Murawska die Jugendarbeit neu aufstellen. Dann kam die Pandemie. Doch jetzt kommt das neue Jugendparlament zusammen.

Als die aus Polen stammende Patrycja Murawska vor drei Jahren ihre Arbeit als Jugendpflegerin für die VG Traben-Trarbach aufnahm, zählten die Schaffung eines Jugendraums und die Wahl zum Jugendparlament zu ihren wichtigsten Zielen. Aber ganz so schnell wie geplant, ging es dann doch nicht. Die Corona-Pandemie mit ihren Kontaktbeschränkungen sorgte für eine Verzögerung.

Inzwischen ist ein Jugendraum gefunden worden und auch das Jugendparlament ist gewählt worden. „Corona hat uns sehr gebremst. Eigentlich wollten wir die Wahlen schon im Mai 2020 machen,“ sagt die Jugendpflegerin.

Sie hatte 2019 das ganze Jahr über Infoveranstaltungen und PR für das Jugendparlament gemacht. „Die Arbeit war dann quasi umsonst. Aber wir haben dann Digitalveranstaltungen angeboten,“ sagt sie. Nach und nach sei das Interesse bei den Jugendlichen dann wieder gewachsen. „Viele hatten Angst vor Corona, einige Bewerber sind ausgestiegen, dafür sind wieder andere dazu gekommen,“ erinnert sie sich.

Marcus Heintel, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach ergänzt: „Wir haben durch Corona viel in den sozialen Medien gemacht, Instagram- und Facebook-Seiten erstellt und ein Fotoshooting mit den Kandidaten gemacht. Die Nachfrage ist in der gesamten Verbandsgemeinde da.“

Schlussendlich fanden sich dann auch 17 Bewerber, die das neue Jugendparlament stellen, das erstmals am Donnerstag, 15. Juli, um 17 Uhr im Stadthaus „Alter Bahnhof“ zusammenkommt.

Von den 1421 Wahlberechtigten im Alter zwischen 13 und 21 Jahren hatten sich an der Briefwahl 232 Jugendliche beteiligt. Das sind 16,3 Prozent, der Wahlberechtigten, eine nicht extrem hohe Beteiligung, aber dafür, dass das Parlament zum ersten Mal überhaupt gewählt worden ist, sind Murawska und Heintel mit dem Ergebnis zufrieden. Da das Parlament eigentlich aus 20 Personen besteht, waren auch alle 17 Bewerberinnen und Bewerber gewählt. 

Murawska ist mit dem Ergebnis froh. „Es war viel Arbeit, aber sie hat sich gelohnt und ich hatte gute Hilfe von Guido Moll, der Jugendpfleger in Bernkastel-Kues ist und schon gute Erfahrungen mit der Organisation eines Jugendparlaments gemacht hat.“