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Biomüll entsorgen in Morbach: Ortsbezirk erhält Container

Abfall : Morbacher bekommen Container für ihren Biomüll

Der Morbacher Ortsbezirk soll zwei Bio-Container bekommen. Das entschied der Ortsbeirat am Mittwochabend. Als sicher gilt bislang der Standort in der Erbachstraße/Ecke Bahnhofstraße. Dort befindet sich an einer Hecke ein gepflasterter Bereich, wo ehemals Glas-Container gestanden haben.

Für den zweiten Standort wünschen sich die Beiratsmitglieder, den Container auf dem Lidl-Parkplatz (Am Dreieck). Dieser steht jedoch nicht im Eigentum des Ortsbezirkes, der Eigentümer müsste zustimmen. Günther Schuh von der CDU-Fraktion hatte den Vorschlag eingebracht. Aus seiner Sicht habe der Standort bei Lidl den Vorteil: Wer einkaufen gehe, könne die Biomüll-Tüte gleich mitnehmen.

Nicht alle Beiratsmitglieder sind von dem Container überzeugt. Andreas Scheit von der CDU-Fraktion begegnete dem mit Unverständnis: „Es verwundert mich: Ich dachte, dass wir das gar nicht wollten.“ Man hatte sich im Ortsbereit in der Vergangenheit bereits bewusst gegen einen Bio-Container entschieden. Scheit befürchtet, dass ein Biocontainer mehr Dreck verursachen könnte, etwa wenn Biotüten daneben gestellt werden oder ein Container überquellen könnte. „Wenn das in Dreck ausartet, muss sichergestellt sein, dass die Container wieder wegkommen“, so der Beirat.

Ortsvorsteher Georg Schuh sagt, dass man als größter Ortsbezirk angehalten sei, den Bürgern Bio-Container anzubieten. Es werde aber bislang nicht als großes Problem empfunden, dass im Ortsbezirk bislang Container fehlten. Die Nachfrage bei den Bürgern sei sehr gering. Dass Ältere einen kürzeren Weg zu den Containern hätten, wenn man sie im Ortsbezirk aufstelle, müsse bezweifelt werden: Der Großteil der Anwohner müsste auch weiterhin einen längeren Weg zum Container fahren oder laufen, selbst wenn man zwei Container anschaffe. Dafür sei der Ortsbezirk zu groß.

Sofern es mit dem Parkplatz-Eigentümer des Lidl-Marktes keine Einigung gibt, wird die Gemeinde zunächst bei dem Container in der Erbachstraße bleiben und schauen, ob der Bio-Container angenommen werde.

Bürgermeister Andreas Hackethal hatte zudem gesagt: Jeder Standort habe Vor- und Nachteile. Wenn es bei einem Standort Probleme gebe, könne man flexibel darauf reagieren. Dann wähle man einfach einen neuen Standort.

Der Bio-Container wurde mit einer Enthaltung angenommen. Im Gespräch waren sechs Standorte, die man als möglich erachtete. Ortsvorsteher Georg Schuh hatte diese Plätze im Vorfeld ausgewählt und den Beiratsmitgliedern in der Sitzung mit entsprechenden Fotos  vorgestellt.

Auf der Liste standen neben der Erbachstraße: die Einfahrt Auf der Huhf, der Parkplatz der Evangelischen Kirche, der neue Parkplatz Gerberstraße, Parkplätze am Sportzentrum, der provisorische LKW-Parkplatz und ein Ort am Mühlenweg.