Birkenfelder steigen aus

BIRKENFELD/HUNSRÜCK. (iro) Wirbel um den Saar-Hunsrück-Steig: Zum zweiten Mal lehnte der Haupt- und Finanzausschuss der Verbandsgemeinde Birkenfeld es ab, den Beitrag der Kommune zu den Marketing-Kosten für den neuen Premium-Wanderweg zu bewilligen. Das bestätigte VG-Bürgermeister Manfred Dreier auf TV-Anfrage.

Schon bei der Mitgliederversammlung des Vereins Naturpark Saar-Hunsrück im März war unklar, ob Birkenfeld mit im Boot bleibt. Die Kommune ist eine von insgesamt 14 Anrainern, durch die der Premium-Wanderweg, der in diesem Jahr fertiggestellt werden soll, hindurchführt. Nach Angaben von Manfred Dreier, VG-Bürgermeister in Birkenfeld, scheiterte die Beteiligung nicht an den Investitions-, sondern an den Marketing-Kosten, zu denen jede Kommune ihren Anteil beitragen muss. Für die ersten drei Jahre dreht es sich um rund 6000 Euro. Allerdings geht der Rathaus-Chef davon aus, dass künftig in jedem Jahr 2000 bis 3000 Euro zugeschossen werden müssen. Insgesamt verfüge die Verbandsgemeinde über 130 bis 140 Kilometer Wanderwege, für die man mit einem weitaus geringeren Budget auskommen müsse. Deshalb hatte der Ausschuss die Kostenbeteiligung schon einmal abgelehnt. Jetzt folgte das zweite Veto. Für die Entscheidung zeigte der Verwaltungschef Verständnis. Der Steig sei für seine Verbandsgemeinde weniger von Bedeutung, weil die Trasse die Verbandsgemeinde nur auf sieben Kilometern tangiere. Was diese Entscheidung für die Wegführung und für die anderen Kommunen bedeutet, war am Freitag nicht zu erfahren. Gudrun Rau, Geschäftsführerin des Naturparks, war nicht erreichbar.