Bissiger Wind schreckt niemanden ab

Bissiger Wind schreckt niemanden ab

Bei zwar kaltem, aber trockenem Winterwetter haben sich am Wochenende mehr als 1500 Wanderer der 33. IVV-Wanderung durchs Kirchspiel Kleinich angeschlossen.

Kleinich. (urs) In der "Kulturscheune" herrscht dichtes Gedränge. Wegen der knackigen Temperaturen macht Mancher dort etwas länger als ursprünglich geplant Station. Denn in der Oberkleinicher Kontrollstelle haben die Gastgeber, die Aktiven des Heimat- und Verkehrsverein Kirchspiel Kleinich, ordentlich eingeheizt. Und heiße Getränke halten sie auch für die Teilnehmer der 33. Internationalen Volkswanderung der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues bereit. Insgesamt schließen sich 1544 Wanderer an den beiden Tagen an. Die winterliche Witterung ist für sie eher Ansporn als Abschreckung.

"Ich gehe jedes Wochenende bei einer IVV-Wanderung mit", erzählt Sven Wedertz aus Irmenach. Der 33-Jährige ist mit einer Gruppe Gleichaltriger unterwegs, denen die Kälte offensichtlich nichts ausmacht. Es sei einfach schön, draußen in der Natur zu sein und sich sportlich zu betätigen, sagt Wedertz. Inzwischen seien es schon sechs oder sieben Jahre her, dass er das Wandern für sich entdeckt habe. Wie er zählt auch Oswald Müller aus Sohren zu den regelmäßigen Wanderern. Und das schon seit 1982, wie er betont. Was ihn seither daran fasziniere, seien die Natur und die Bewegung. Udo Märker, der mit ihm unterwegs ist, schließt sich sogar schon seit 45 Jahren Wanderungen an: "Das ist die beste Therapie."

Angesichts derart motivierter Wanderer fällt die Bilanz des Veranstalters positiv aus. Allein am ersten Tag seien 729 Wanderer ins Kirchspiel gekommen, freut sich Vereinsvorsitzender Friedhorst Kirst. "Für einen Samstag ist das sehr gut - und das trotz des bissigen Windes." Mit allein 74 Teilnehmern seien die Wanderfreunde Bischofsdhron am zahlreichsten vertreten gewesen. Gefolgt von Morbach, Sohren und Kirchberg. Die weiteste Anreise hatten Wanderer aus Mainz, Heidelberg, Luxemburg und Ramstein sowie 27 französische Soldaten der Garnison Saarburg. Ein Ehepaar war sogar extra aus Fehmarn angereist - allerdings außer Konkurrenz. Wegen der Freundschaft mit Kirst und dessen Frau seien sie schon Jahren immer mit dabei, erklärt Dietmar Frohberg. Während Gattin Elisabeth vor dem Küchendienst schon ihre zehn Kilometer zurückgelegt hat, wirbelt der gelernte Koch hinter dem Herd herum: "Das ist eine anstrengende Geschichte - aber es macht Spaß."