Bitumen statt Pflaster

THALFANG. (urs) Das schadhafte Pflaster in der Saarstraße hat sich zu einem Dauerthema in der Gemeinde entwickelt. Im Laufe des nächsten Jahres soll damit jedoch endgültig Schluss sein.

Die Konsultation eines Rechtsanwaltes brachte den Ausschlag. Die Gemeinde habe zu 98 Prozent keine Erfolgsaussichten, gibt Ortsbürgermeister Franz-Josef Gasper die Meinung des Experten wider. Im Klartext heißt das: Thalfang muss die Stolperfalle Saarstraße wohl oder übel auf eigene Rechnung angehen. Also wird weiter unklar bleiben, ob vor gut zehn Jahren das falsche Pflaster verlegt worden war oder die Probleme von einer ungeeigneten Tragschicht her rühren. Darüber hinaus könnte für die Probleme auch die Einbahnstraßenregelung, zumindest teilweise, mitverantwortlich sein. Denn dadurch wird immer die gleiche Spur verstärkt beansprucht. Mittlerweile hat sich der Belag an verschiedenen Stellen derart gehoben, dass der Winterräumdienst künftig besonders vorsichtig zu Werke gehen wird. Die Instandsetzung ist nach Einschätzung des Rates unabdingbar und stellt nicht etwa eine freiwillige Leistung der Gemeinde dar. "Sobald es warm wird, wird das gemacht", versichert Gasper. Bei den jetzigen Temperaturen wäre höchstens noch die Tragschicht, nicht aber die abschließende Deckschicht, machbar. Auch die Frage, wie der neue Belag aussehen soll, ist inzwischen geklärt. Um den Schaden zu begrenzen, hat sich die Gemeinde unter vier möglichen Ausführungsalternativen für die günstigste entschieden. Auf ein erneutes Verlegen der Fahrbahn mit Pflaster wird aber aus einem anderen Grund verzichtet. "Wenn wir wüssten, dass das Pflaster hält, hätten wir es gemacht", betont der Ortsbürgermeister. Doch auch so ist der vom Thalfanger Ingenieurbüro IPB ermittelte Betrag kein Pappenstiel und für die Gemeinde eine bittere Pille. Immerhin müssen 22 000 Euro für die Reparatur in den Haushalt 2005 eingestellt werden. Dafür erhält die zentral gelegene Straße, die den Villeneuver Platz begrenzt und von dort Richtung Rathaus führt, allerdings nicht die übliche dunkle Bitumen-Deckschicht. Durch das Beimischen vom hellem Splitt bekommt der Belag eine Färbung, die durch das permanente Befahren mit der Zeit heller wird. Ein ähnliches Verfahren wurde laut Gasper bei der Haardtwaldstraße am Friedhof angewandt. Allerdings lasse dort wegen der geringeren Beanspruchung der Straße das Hellerwerden etwas auf sich warten.