Bizarr, wild, und unvorhersehbar

Was haben eine Guillotine, Luftballons, eine Dose Ravioli und eine OP am offenen Bauch gemeinsam? Sie können mit etwas Fantasie für einen außergewöhnlichen Abend sorgen. So geschehen im ausverkauften Bürgersaal in Greimerath.

Greimerath. Zum zweiten Mal war Konrad Stöckel zu Gast bei den Eifel-Kulturtagen. Diesmal hatte er seine Show "Fat King Konrad" im Gepäck, mit tatkräftiger Unterstützung seines Assistenten Paulo Pussi. Um es vorweg zu nehmen: Es war ein außergewöhnlicher Abend, bizarr, wild, und so nicht vorhersehbar. 160 Zuschauer wurden Zeuge einer Show aus Comedy, Zauberei, Entertainment und aberwitzigen Einlagen. Eine umgebaute Mülltonne, in deren Deckel ein großes Loch geschnitten und deren Boden mit einer Latexmembran versehen war, wurde mit Kunstnebel vollgepumpt, um dann riesige Rauchkreise ins Publikum zu schießen. Einer Zuschauerin wurde nur durch den Schall dieses "Schießapparates" ein Deckel vom Kopf katapuliert.
Wahnwitziges reihte sich aneinander, so dass einer Frau aus dem Publikum auf offener Bühne scheinbar Überflüssiges während einer OP am offenen Bauch herausgeholt wurde. Bevor der Assistent guillotiniert wurde, unterhielt er das Publikum prächtig mit allerlei Luftballontricks. Insgesamt wurden von Konrad Stöckelimmer wieder wissenschaftliche Kleinexperimente zum Besten gegeben, wobei er seine Finger mit einer ungeöffneten Raviolidose malträtierte. Die Dose war verbeult, der Finger aber heil geblieben. Eine Glühbirne wurde aufgefuttert, ein zehn Zentimeter langer Nagel bis zum Anschlag ins Nasenloch gehauen. Wohlgemerkt: Alles wurde vorher vom Publikum auf seine Echtheit geprüft. Mit Ansage hielten sich alle die Ohren zu, denn Konrad Stöckel zündete einen Chinaböller in seinem Allerwertesten. Die beiden Hamburger entführten das Publikum im Alter von 15 und 70 Jahre in eine Welt zwischen Punk, ungläubigem Kopfschütteln, wilder Fantasie und bester Unterhaltung. Dieser verrückte Abend wurde vom zufriedenen Publikum mit tosendem Applaus und schallendem Gelächter begleitet. red