Blues im Kellergewölbe des ehemaligen „Dschungels“ in Bernkastel-Kues

Kostenpflichtiger Inhalt: Musik : Die Wiedergeburt der Blues-Nacht an der Mosel

Im Kellergewölbe des ehemaligen „Dschungels“ in Bernkastel-Kues, der jetzt  „Underground“ heißt, sollen junge Bands auftreten.

Mehrere Jahre war die Blues-Night in Bernkastel-Kues eine feste Veranstaltung, die im Saal des ehemaligen Hotels Burg Landshut jedes Jahr im November bis zu 200 Besucher angezogen hat. 2015 war dann Schluss. Jetzt will  der Burgener Jörg Pauly die Blues-Night wieder auferstehen lassen. Neuer Spielort anstelle des inzwischen abgerissenen Hotels ist das Underground in Kues, das vielen auch unter dem Namen „Dschungel“ und „Umleitung“ ein Begriff ist. Veranstalter ist dann auch das „Underground“ mit Ulrich Klöck, Kevin Karrenbauer und Steffen Ruppertsberg, die das Kellergewölbe wiederbeleben wollen. Bei der insgesamt zehnten Blues-Night am 23. November werden ab 20 Uhr zwei Bands auftreten. Eine der beiden Gruppen ist „Baum’s Blues Band“ aus Bonn, die laut Pauly zur ersten nationalen Bluesliga zählen. Klassischer Chicago Blues, Westcoast Blues und Texas Blues vermischen sich bei „Baum’s Blues Band“ mit Swingelementen aus dem Boogie, erklärt Pauly.

Vorher greift der Burgener selbst zur Gitarre. Denn die lokal renommierte Band „Roll it tight“, bei der er Mitglied ist, spielt zum Auftakt.

Ulrich Klöck, Eigentümer der Immobilie, will, dass die Tradition der Blues Night weiterbesteht. „Ich glaube, dass bei den Leuten an der Mosel Interesse an Blues besteht“, sagt er. In Deutschland gebe es mit dem Saarland, Frankfurt und dem Kölner Raum drei Schwerpunktregionen für Blues, sagt Pauly, „und Bernkastel-Kues liegt mittendrin.“

Klöck will mit seinen Mitstreitern die Blues Night als feste Veranstaltung und Institution wieder etablieren. Er sieht die Veranstaltung als einen Baustein, um das Underground als Ort kulturell wertvoller Veranstaltungen werden zu lassen. Um die Voraussetzungen zu schaffen, haben die Inhaber des Underground über den Sommer den Event-Raum komplett renoviert. Hier wollen sie jungen Bands die Möglichkeit bieten, aufzutreten. Das Lokal soll jeden Freitag und Samstag geöffnet sein. „Im Alter ab 40 Jahren aufwärts wissen die Leute nicht, wo sie hingehen sollen“, sagt Klöck. Wobei Karrenbauer betont, man wolle alle Generationen ansprechen.

Pauly sieht den neuen Namen des Kellergewölbes, „Underground“, als gutes Omen. Denn in den 1970er Jahren habe es in Bonn bereits einen Liveclub mit diesem Namen gegeben. 1973 hätten dort 60 Personen bei freiem Eintritt auf Matratzen einem Konzert einer damals unbekannten Band zugehört, die sich kurze Zeit darauf unter ihrem Namen „Queen“ zu einer der bekanntesten Rockbands überhaupt entwickelt hat.

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